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Vertrag Hundekauf


16.12.2014 10:05 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Joachim



Hallo, ich bin Züchterin und habe mit einem Käufer einen Vertrag geschlossen für den Kauf eines Welpen. Schon beim Kauf hat uns der Käufer darauf hingewiesen, dass er den Welpen etwas später holt, da er seinen alten krebserkrankten Hund wahrscheinlich bald einschläfern lassen muss. Der Welpe ist nun 10 Wochen alt und lebt mit seinen Schwestern bei uns. Eine Hündin halten wir selbst und die andere Hündin müssen wir etwas länger halten wegen Impfungen fürs Ausland. Die Welpen sind sich ständig am beißen und wir müssen immer wieder zum Tierarzt. Trennen können wir sie nicht. Wir haben den Käufer des Welpen gebeten, den Welpen bald zu holen - geben ihn jedoch nicht so lange der Krebskranke Rüde - der ohnehin bissig gegen andere Hund ist - ab. Gestern hat uns der Käufer mitgeteilt, dass der Tierarzt seinen alten Hund noch nicht einschläfert weil es dem Hund noch entsprechend gut geht. Wir sind nun in einer Zwickmühle - wir können den Welpen nicht mehr behalten und haben dem Käufer angeraten, vom Kauf zurück zutreten, da nicht klar ist, wie lange der alte Hund noch lebt. Die Anzahlung werden wir natürlich zurückzahlen. Können wir dies problemlos handhaben?

Einsatz editiert am 16.12.2014 10:15:40
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Zunächst kommt es darauf maßgeblich an, was im Vertrag vereinbart worden ist. Wenn hier eine unbestimmte Frist vereinbart worden ist, zB. solange abzuwarten, wenn der andere Hund verstorben ist, so dürfte dies durchaus hinsichtlich der Bestimmtheit und der er auch bereits jetzt eingetretenen Probleme nicht vorteilhaft gewesen sein.

Hier sollten Sie auch noch einmal schauen, was konkret im Vertrag hinsichtlich der Abholung vereinbart worden ist, ob hier auch ein bestimmter Zeitpunkt, zum Beispiel der Tod des Hundes des Käufers vereinbart worden ist oder ob dies hier nicht dargestellt worden ist. Sofern dies dort nicht dargestellt worden ist, dürfte hier ein angemessener Zeitraum vereinbart worden sein, um den Hund abzuholen, insofern besteht auch eine entsprechende Pflicht des Käufers das Tier abzuholen.
Der Hinweis des Käufers, dass er den Hund etwas später abholt, dürfte nicht dahingehend auszulegen sein, dass dies mehrere Monate andauert. Hier dürfte maximal eine Frist von 2-4 Wochen angemessen sein.

Sie sollten dem Käufer daher eine Frist setzen, zudem er den Hund abholen soll. Tut er dies bis zu diesem Zeitpunkt immer noch nicht, können Sie vom Vertrag zurücktreten und entsprechend Schadenersatz fordern, der unter anderem auch in der weiteren Betreuung des Hundes liegt und einer möglichen Kaufpreisdifferenz, wenn sie den Hund erneut verkaufen, dann gegebenenfalls zu einem niedrigeren Preis.

Sie können sich selbstverständlich auch mit dem Käufer im Rahmen eines Aufhebungsvertrages einigen, indem Sie dann den Kaufvertrag im gegenseitigen Einvernehmen aufheben und eine entsprechende Rückzahlung des Kaufpreises, gegebenenfalls unter Anrechnung von Aufwendungen, die in der Zwischenzeit bei Ihnen entstanden sind, zurückzahlen. Dann können Sie den Hund auch weiter neu verkaufen.

Hierzu würde ich Ihnen zunächst raten und bei Fehlschlagen eines Aufhebungsvertrages für die entsprechende Frist setzen.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
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