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Verteilerschlüssel betriebskostenabrechnung


| 15.12.2014 18:23 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Ich vermiete eine Eigentumswohnung. Laut Mietvertrag erfolgt die Abrechnung der Betriebskosten je nach Jahresabrechnung der Verwaltung und den dortigen Verteilerschlüsseln.
Ich habe dem Vertrag aber keine entsprechende Abrechnung der Verwaltung mit den konkreten Verteilerschlüsseln beigelegt.
Der Mieterverein sagt jetzt, dass deshalb der gesetzlich Verteilungsschlüssel nach Wohnfläche gültig ist. Stimmt das und was passiert mit den verbrauchsabhängigen und für die Wohnung und den Mieter abgelesenen Heiz- und Warmwasserkosten?
15.12.2014 | 19:31

Antwort

von


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Sehr geehrte Fragenstellerin,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Der Verteilerschlüssel regelt die Frage, wie die Umlagen vom Mieter zu tragen sind. Der jeweilige Verteilerschlüssel dient der Errechnung des Gesamtkostenanteils der auf den Mieter entfällt, damit dieser den von ihm zu tragenden Anteil selbstständig nachvollziehen kann, denn der Mieter muss überprüfen können, ob der verwendete und in der (späteren) Betriebskostenabrechnung angegebene Verteilerschlüssel von dem im Mietvertrag vereinbarten abweicht. Dazu muss er die Angaben des Mietvertrags mit denen der Betriebskostenabrechnung vergleichen können.
Dies ist ohne Verteilerschlüssel im Mietvertrag grds. nicht möglich.

Mithin enthält Ihr Mietvertrag keine Aussage über den Verteilungsmodus, daher sind die Betriebskosten vorbehaltlich anderer Vorschriften nach dem Anteil der Wohnfläche bzw. nach Verursachung - z. B. beim Müll – umzulegen. Dies ergibt sich aus §556a BGB.
Der Ansicht des Mietervereins kann also gefolgt werden; deren Aussage ist diesbezüglich korrekt. Sind der Verbrauch erfassbar - z. B durch einen Wasserzähler - dann sind die Betriebskosten ebenso umzulegen, §556a BGB.

D. h. die verbrauchsabhängige Abrechnung geht vor, sofern dies tatsächlich, z. B. durch technische Meßgeräte an Heizkörpern, durch Wasserzähler etc., möglich ist.
Konnten Sie also den Verbrauch z. B. von Heiz- und Warmwasserkosten beim Mieter erfassen, wird hier verbrauchsabhängig - sprich soviel wie tatsächlich durch den Mieter verbraucht wurde - abgerechnet.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt Stefan Moeser, LL.B., B.A.


Bewertung des Fragestellers 17.12.2014 | 09:34


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