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Versuchter Totschlag - Falschaussage


| 27.11.2014 09:26 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Ich war Zeuge bei einem versuchten Totschlag. Das ganze hatte sich ungefähr vor einem Jahr abgespielt. Damals habe ich vor der Polizei nicht die Wahrheit gesagt und auf die Frage hin ob ich weiß ob der Beschuldigte der Täter ist gelogen. Es war aus Angst gewesen. Ein Freund vom Täter hatte mir gesagt ich soll die Klappe halten und eine Woche später hat der Beschuldigte nochmal selber in einer Cocktailbar mir durch die Blume hindurch gesagt ich sollte lieber nichts darüber sagen, weil es nicht gut für mich wäre.
Jetzt ca. ein Jahr später habe ich dem Neffen vom Opfer die Wahrheit erzählt und ich habe auch zugestimmt alles nochmal vor der Polizei zu bestätigen und auch vor Gericht auszusagen.

Was kann mich nun für die Falschaussage erwarten? Womit muss ich rechnen? Ich hatte aus Angst geschwiegen, aber ist natürlich keine Rechtfertigung für das was ich getan habe. Sollte ich mir ein Anwalt nehmen um mich wegen der Falschaussage zu verteidigen?

Gruss
27.11.2014 | 10:05

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Wer gegenüber der Polizei oder der Staatsanwaltschaft falsche Angaben macht, kann nicht wegen Falschaussage bestraft werden.

Die Aussage muss nämlich nach dem Wortlaut des Tatbestandes "vor Gericht oder einer anderen zur eidlichen Vernehmung von Zeugen oder Sachverständigen zuständige Stelle" (§ 153 StGB) gemacht werden. Mit großem Abstand den Hauptanwendungsfall bilden hier die Aussagen vor Gericht.

Das bedeutet aber natürlich nicht, dann man hier als Zeuge die Unwahrheit sagen darf.

Versucht man durch seine Aussage, den Beschuldigten zu decken, kann man wegen Strafvereitelung (§ 258 StGB) verfolgt werden.

Es ist demnach sehr wahrscheinlich, dass gegen Sie ein Ermittlungsverfahren wegen versuchter Strafvereitelung eingeleitet wird, wenn nun aufgrund Ihre neu gefassten Mutes die Wahrheit zu sagen der Täter verurteilt wird.

Im Rahmen eines solchen Ermittlungsverfahrens sollten Sie in jedem Fall einen Rechtsanwalt beauftragen.

Es ist nämlich möglich, dass aufgrund der rechtzeitigen Berichtigung
die Möglichkeit eröffnet sein wird, eine mögiche Strafe zu mildern oder von ihr abzusehen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Philipp Wendel

Bewertung des Fragestellers 27.11.2014 | 10:23


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