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Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz


20.09.2004 15:53 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Hallo ich bin 17 Jahre alt und mir wird vorgeworfen mind. 5 x an Raucherrunden teilgenommen, Hasch gekauft und an andere weitergegeben zu haben. Mit mir sind noch 2 andere angeklagt, der eine soll das Hasch besorgt und weiterverkauft der andere auch von ihm gekauft haben und noch ein paar Sachen.
Ich dachte, da ich Nichts gekauft habe kann mir auch Nichts passieren.
Jetzt war die Verhandlung und die lief so:
Nachdem der Staatsanwalt die Anklage vorgelesen hatte, hat der Richter jeden von uns gefragt was er zu den Vorwürfen sagt. Ich habe gesagt, dass ich an Raucherrunden teilgenommen habe aber Nichts gekauft habe. Die beiden anderen haben alles abgestritten. Da ist der Richter sauer geworden und meinte: Ihr habt das doch in euerer früheren Aussage schon zugegeben, wenn ihr jetzt Sperenzchen macht machen wir das auch. Dann gibt es eine Verhandlung mit allen Zeugen. Das Wars!!!
Jetzt frage ich mich was das soll. Ich habe noch nirgends eine Aussage gemacht, also habe ich mir auch nicht widersprochen. Und die Zeugen ( 1 Polizist und die Väter der beiden anderen Angeklagten) waren bei den Raucherrunden nicht dabei – was sollen die also aussagen?
Kann ich das irgendwo melden, dass ich keine Aussage gemacht habe, ist es sinnvoll ein Gespräch mit dem Richter zu führen? Oder was soll ich sonst tun?
Der Jugendgerichtsberater hat mir gesagt, dass es das nächste mal ein Schöffengericht geben wird. Ist das schlechter oder was bedeutet es?
Vielleicht sollte ich auch noch meine Vorgeschichte erwähnen:
Ein Verfahren wegen Grafity sprühen ist eingestellt worden. Wegen Verstoß gegen Das Betäubungsmittelgesetz bin ich schon einmal verurteilt worden zu Sozialstunden, 1 Wochenende Jugendarrest und Drogentests. Bin ich jetzt eigentlich vorbestraft?
Da ich keinen Job habe habe ich natürlich auch nicht viel Geld. Ich hoffe dass trotzdem ein Rechtsanwalt auf meine Fragen antwortet.
Vielen Dank im Vorraus
20.09.2004 | 16:12

Antwort

von


162 Bewertungen
Sehr geehrter Rechtssuchender,

vielen Dank für die Anfrage.

1. Vorbestraft ist man nur mit Eintragungen im Bundeszentralregister über frühere Verurteilungen.

Diese Eintragungen bleiben bei geringeren Strafen normalerweise fünf Jahre bestehen. Bei schwereren Straftaten werden die Eintragungen erst nach zehn bis zwanzig Jahren gelöscht. Bis zur Tilgung der Eintragungen werden die Vorstrafen im Führungszeugnis vermerkt und bei einer Strafverhandlung verlesen. Bedeutung hat dieses beispielsweise bei der Strafzumessung. Bei jemandem, der nicht vorbestraft ist, wird muß eine niedrige Freiheitsstrafe zur Bewährung ausgesetzt werden. Ist jemand dagegen bereits vorbestraft (unter Umständen sogar einschlägig - also wegen der gleichen Straftat), so droht dann irgendwann der Gefängnisaufenthalt

2.Bei Jugendarrest spricht man davon, daß Sie nicht vorbestraft, sondern geahndet sind:

Straftaten bzw. Ahndungen werden im Erziehungsregister festgehalten. Im polizeilichen Führungszeugnis werden die Ahndungen (bis auf wenige Ausnahmen im Bereich der Jugendstrafe ohne Bewährung) aus Jugendgerichtsverfahren nicht aufgenommen. Jugendliche und Heranwachsende sind also nicht vorbestraft sondern vorgeahndet!

In der Praxis heißt dies (z. B. bei einem Vorstellungsgespräch), daß der Jugendliche bzw. Heranwachsende bestätigen kann, dass er nicht vorbestraft ist

3. Über Straftaten von geringerer Bedeutung urteilt der Einzelrichter allein. Straftaten von größerer Bedeutung sind dem Schöffengericht zugewiesen.

4. Sie können in der neuen Verhandlung sagen, daß Sie bisher keine Aussage gemacht haben; Sie haben aber auch ein Aussageverweigerungsrecht.

Sie sollten sich aber überlegen, ob Sie nicht einen Rechtanwalt beauftragen. Denn immerhin sind Sie vorbelastet (Jugendarrest).

Ich hoffe Ihnen damit einige Hinweise gegeben zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Wille
Rechtsanwalt
------------------------
Rechtsanwalt Klaus Wille
Breite Straße 147 - 151
50667 Köln
Telefon: 0221/ 272 4745
Telefax: 0221/ 272 4747
http://www.anwalt-wille.de
anwalt@anwalt-wille.de




Rechtsanwalt Klaus Wille
Fachanwalt für Familienrecht

Nachfrage vom Fragesteller 20.09.2004 | 16:42

Ganz beantwortet sind meine Fragen nicht. Soll ich mit dem Richter vorher nochmal sprechen? Warum ist das jetzt eine Sache von größerer Bedeutung? Mein Vergehen ist doch eigentlich das Kleinste von allen 3 Angeklagten! Ist das rechtlich in Ordnung, daß ich noch keine Aussage gemacht habe? Mit welcher Strafe ist bei einem Schöffengericht zu rechnen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.09.2004 | 18:22

1. Mit dem Richter vorher zu sprechen macht keinen Sinn. Warten Sie die Verhandlung ab.
2. Sie müssen keine Aussage machen; Sie können in dem nun folgendne Verfahren Aussagen machen, wenn Sie unbedingt wollen. Sie haben aber ein Aussageverweigerungsrecht.
3. Mit welcher Strafe Sie zu rechnen haben, können wir nicht sagen. Ein Jugendarrest wäre möglich, da Sie schon einmal wegen der gleichen Angelegenheit vor dem Gericht standen.

ANTWORT VON

Köln

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