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Verstorbener übereignete Hausrat - Erben Kinder Erinnerungsstücke?


08.08.2008 10:36 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ingo Bordasch


| in unter 2 Stunden

Mein Vater hat in zweiter Ehe den gesamten Hausrat an meine Stiefmutter übereignet. Die Eheleute lebten in Gütertrennung.
Mein Vater hinterließ kein Testament.

1.) Was zählt juristisch alles zu Hausrat?

2.) Haben die Kinder dann überhaupt noch ein Recht, eines seiner Schmuckstücke, Fotos, Dias, Gemälde, Stiche und Bücher, die aus erster Ehe stammten und von ihm eingebracht wurden, sprich Erinnerungsstücke zu erben?

3.) Besteht eine rechtliche Handhabe gegen die Stiefmutter, falls sie die Herausgabe einiger Erinnerungsstücke verweigert?
Trifft nicht Ihr Problem? Wir haben 581 weitere Antworten zum Thema:
08.08.2008 | 11:12

Antwort

von

Rechtsanwalt Ingo Bordasch
445 Bewertungen
Sehr geehrte Fragestellerin,

1.
Zum Hausrat gehören die Gegenstände, die im Haushalt zur Einrichtung gehören (Möbel, Teppiche, Gardinen), gebraucht werden (Geschirr, Bekleidung, Haushaltsgeräte) und verbraucht werden (z.B. Nahrungs- und Genussmittel).

2.
Wenn Ihr Vater kein Testament hinterlassen hat, tritt die gesetzliche Erbfolge ein. Als Abkömmling(e) des Erblassers bilden Sie zusammen mit dem Ehegatten des Erblassers eine Erbengemeinschaft. Die Erben können über einen Nachlassgegenstand nur gemeinschaftlich verfügen; § 2040 BGB. D.h. keiner der Erben hat Anspruch an einzelnen Gegenständen des Nachlasses, also auch nicht auf dessen Herausgabe. Dabei ist es unerheblich ob ein einzelner Gegenstand für einen der Miterben ein besonderes Erinnerungsstück ist. Bei einer Erbauseinandersetzung können die einzelnen Gegenstände einvernehmlich aufgeteilt werden.

3.
Kommt es zu keiner gütlichen Einigung bei der Erbauseinandersetzung kann jeder Erbe die Auseinandersetzung nach § 2042 BGB verlangen und notfalls gerichtlich durchsetzen. Dazu sollten Sie einen Rechtsanwalt Ihrer Wahl beauftragen. Gerne steht Ihnen unsere Kanzlei dazu zur Verfügung, wobei die von Ihnen hier gezahlte Erstberatungsgebühr angerechnet wird.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann,
sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen
übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen.

Ich hoffe, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, weitergeholfen zu haben.
Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

Tel.: 030 - 293 646 75
Fax.: 030 - 293 646 76
frag-einen-anwalt@RA-Bordasch.de

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Nachfrage vom Fragesteller 08.08.2008 | 11:40

Heisst das im Klartext, dass in der Konstellation Ehefrau und 2 Kinder, sowohl Hausrat als auch Barvermögen jedem Erben zu einem Drittel gehören?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.08.2008 | 12:52

Sehr geehrte Fragestellerin,

der Hausrat gebührt dem Ehegatten als Voraus allein, § 1932 BGB. D.h. der Hausrat gehört nicht zum Nachlass.

Der Erbteilanspruch beträgt bei Gütertrennung und 2 Kindern jeweils 1/3.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
- Rechtsanwalt -

ANTWORT VON
Rechtsanwalt Ingo Bordasch
Berlin

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