Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
472.814
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Versorgungsausgleich Verwirkung


| 07.12.2015 01:31 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Saeger



Sehr geehrte Damen und Herren,

folgende Situation: Mann und Frau lassen sich scheiden. Beim Versorgusgsausgleich stellt man fest, dass der Mann Anrecht auf eine monatliche Rente von 1000,00 EUR hat, und die Frau Anrecht auf eine monatliche Rente von 1200,00 EUR im Monat hat.

Nun fordert der Rechtsanwalt der Frau, den Versorgungsausgleich wegen unbilligem Verhalten des Mannes auszusetzen (Verwirkung). Wenn diese Forderung Erfolg hat, welches Szenario wuerde eintreten:

1) Der Versorgungsausgleich wird ganz ausgesetzt, der Mann bekommt also weiterhin 1000,00 EUR pro Monat, und die Frau bekommt weiterhin 1200,00 EUR pro Monat.

2) Der Mann verliert seinen Anspruch auf die Haelfte der Anrechte der Frau, aber die Frau verliert nicht den Anspruch auf die Haelfte der Anteile des Mannes. Das bedeutet, dass der Mann 500,00 EUR an die Frau abtreten muss, bekommt aber nichts von der Frau, mit folgendem Ergebnis: der Mann bekommt nun insgesamt 500,00 EUR Rente im Monat, und die Frau bekommt insgesamt 1700,00 EUR Rente im Monat.

Vielen Dank im Voraus!

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Fragensteller,

nach § 27 Versorgungsausgleichsgesetz findet ein Ausgleich nur nicht statt, soweit er grob unbillig wäre. Dies ist nur der Fall, wenn die gesamten Umstände des Einzelfalls es rechtfertigen, von der Halbteilung abzuweichen. Oftmals werden aber selbst bei einer gewissen Unbilligkeit dem "bösen" Teil immer noch verminderte Leistungen zugesprochen.

Ein solcher Härtefall ist nur in eng zu begrenzenden Ausnahmefällen anzunehmen. In Betracht kommen krasse und schwerwiegende Verfehlungen wie z. B. rechtskräftig festgestellte gefährliche Körperverletzungen, das nicht nur fahrlässige Unterschieben eines Kindes ( sicher nicht einschlägig bei Ihnen ), nur kurzes oder gar kein Zusammenleben.

Ohne substanziierten Vortrag der Gegenseite zu konkreten Gründen der Verwirkung würde ich mich hierauf nicht einlassen.

Konsequenz eines nicht stattfindenden Ausgleichs wäre 1), es würden grundsätzlich keinerlei Ausgleichsleistungen zu ihren Gunsten oder Lasten vorgenommen.

Mit freundlichen Grüßen
Daniel Saeger
- Rechtsanwalt -
Bewertung des Fragestellers 10.12.2015 | 22:04


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Sehr schnelle Antwort, die meine Frage genau beantwortete. Sehr empfehlenswert."
FRAGESTELLER 10.12.2015 5/5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 58398 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Trotz für mich ungünstiger Prognose war die Antwort sehr hilfreich und verständlich. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Einfach Spitze! Sehr kompetent... Immer wieder...! ...
FRAGESTELLER
4,2/5,0
Vielen Dank für Ihre Einschätzung meiner Situation. Ihre Beurteilung hat mir sehr geholfen. Der Vermieter (Wohngenossenschaft) ist stark zurück gerudert. Wir entfernen nur noch Tapteten in einem Raum anstatt in 3 Räumen :-) ...
FRAGESTELLER