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Versicherungsmakler fordert Aufwandsentschädigung von 500 Euro


| 10.11.2008 21:53 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth



Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Partner und ich haben durch eine Internetanzeige eine Wohnung gefunden (in der wir auch einziehen werden) In dieser Anzeige stand nur etwas von einer "Aufwandsentschädigung" aber nicht die Höhe einer Summe. Dieser Versicherungsmakler bwz. Finanz oder Vermögensplaner vermittelt diese Wohnung im Auftrag des Eigentümers dieser Wohnung. Dennoch besteht keine schriftliche Vollmacht zwischen beiden Pateien die wir bekommen haben. Es wurde "mündlich" bzw. auf Handschlag ausgemacht das der Vermittler 500 Euro für seinen Aufwand verlangt. Jetzt bekommen wir eine Rechnung die mir sehr unseriös erscheint, da es am Anfang noch geheißen hat diese 500 Euro "cash" auf den Tisch zu legen.. Wir wollten eine Rechnung die wir jetzt auch bekamen von 595 Euro inkl. MwSt.

Leider wissen wir nicht, ob dieser Vermögensplaner überhaupt eine Aufwandtenschädigung verlangen darf. Wesentlicher Bestandteil des Vertrages der im Namen des Vermieters,aber zu diesem Zeitpunkt mit der Unterschrift in Vollmacht des Versicherungsmaklers mit uns geschlossen wurde, war eine Zahlung von 500€ oder alternativ dazu ein Abschluss verschiedenster Versicherungen im Voraus, Pflicht, damit überhaupt ein Mietverhältnis zwischen dem Eigentümer der Wohnung und uns stattfindet. Wir sind der Meinung, dass es sich bei einem solchen Vorgehen nach dem Wohnungsvermittlungsgesetz um ein so genanntes Kopplungsgeschäft handelt und dieses rechtwidrig sei.Wir wissen auch nicht, ob der Mietvertrag überhaupt rechtsgültig ist, da der Eigentümer dieser Wohnung noch nicht unterschrieben hat. Wir aber bis spätestens binnen einer Woche die 595 Euro überweisen müssen, obwohl hier noch kein richtiger Abschluss eines Mietvertrages stattgefunden hat und die Wohnung laut Vertrag zum 1.12.08 beziehbar ist.

Wir würden uns über eine rasche und ausführliche Antwort sehr freuen!

Mfg



-- Einsatz geändert am 10.11.2008 22:14:55
Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:

Ihre Auffassung ist zutreffend, dass es sich hier um sog. Kopplungsgeschäft handelt. Derartige Geschäfte sind sittenwidrig mit der Folge, dass das Kopplungsgeschäft nichtig ist, der Maklervertrag hingegen weiterhin Gültigkeit hat.

Allerding sind Sie zur Zahlung der Aufwandsentschädigung nicht verpflichtet, weil der Makler eine Vergütung verlangt, bevor die in Rede stehende Wohnung überhaupt erst vermittelt ist bzw. die Vermittlung der Wohnung durch Unterzeichnung des Mietvertrages Erfolg hat.

Der Zahlungsaufforderung sollten Sie daher nicht nachkommen. Bestehen Sie vielmehr auf einen Nachweis seitens des Maklers, dass er von dem Eigentümer auch zur Vermittlung der Wohnung bevollmächtigt worden ist.

In der Praxis kommt es nämlich nicht selten vor, dass Makler Mietinteressenten Kontakt zu Mietinteressenten aufnehmen, mit diesen zusammen das Objekt aufsuchen und die Zahlung eines Vorschusses verlangen.
Vor dem Abschluss des Hauptvertrages (Mietvertrag) hat der Makler aber keinen Anspruch auf Zahlung eines Vorschusses bzw. einer Aufwandsentschädigung.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.
Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Die moderne Kommunikation ermöglicht insoweit auch die Überbrückung größerer Entfernungen.


Nachfrage vom Fragesteller 11.11.2008 | 12:22

Hat dieser Vermögensplaner, der aber kein Immobilienmakler ist, das Recht, solche Geschäftspraktika durchzuführen bzw. einen Aufwand zu verlangen, immerhin war das ein "Freundschaftdienst" vom Eigentümer dieser Wohnung der ein langjähriger Kunde bei ihm ist.


(Also mir gehts nur darum ob er überhaupt die Lizenz hat, so etwas duchzuführen) -da er ja kein Immobilienmakler ist

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.11.2008 | 12:32

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Der Makler darf die Wohnung nur anbieten, wenn er auch vom Eigentümer hierfür authorisiert worden ist.

Leider arbeiten viele Makler in dieser Branche mit derartigen Tricks, wie Sie sie erleben mussten.



Mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt -

info@kanzlei-roth.de
www.kanzlei-roth.de

Bewertung des Fragestellers 11.11.2008 | 12:42


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FRAGESTELLER 11.11.2008 5/5.0
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