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Versicherung will nicht zahlen wegen Verjährung


21.01.2005 22:16 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann


| in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren.Im Juni 2001 hatte ich eine Handwerksfirma aus dem Metallbereich im Laden,die durch Unfähigkeit oder groben Unfug Schäden angerichtet hatten.Es wurden unter anderem Schweißarbeiten im Auftrag meines Vermieters durchgeführt,da eine neue Ladentür eingesetzt wurde.Hierbei wurde Ware,Regale und der Teppich schwer in Mitleidenschaft gezogen,da nichts abgedeckt oder entfernt wurde.Außerdem ist meine Alarmanlage von der alten Ladentür heruntergerissen,zerschnitten und somit komplett vernichtet worden.Mich hat es sowieso gewundert,daß die Versicherung von der Handwerksfirma überhaupt für den Schaden aufkommen wollte,denn mir kam das Ganze als grober Vorsatz vor(keine Lust zum Abdecken und keinerlei gestellte Fragen der Handwerker,sondern nur sinnloses Arbeiten und Zerstören).Nun kam der Schadensregulierer der Versicherung einige Wochen später hier im Laden vorbei,sah sich kurz um(machte keinerlei Fotos oder Ähnliches)und verschwand auch schnell wieder nachdem er mir seine Visitenkarte überreichte.Die Schadenssumme hatte ich ihm mitgeteilt und ich würde wohl einen Verrechnungsscheck erhalten,da die Summe sich um die 2500Euro für ihn völlig unbürokratisch bewegte und dafür eigentlich noch nicht einmal von der Versicherung jemand herauskommt wenn ich das den Herrschaften gleich mitgeteilt hätte.Aber nun hätte er sich ja selber ein Bild gemacht und alles würde automatisch ablaufen.Mein Fehler war sicherlich nicht sofort zum Anwalt zu gehen(hatte allerdings zu diesem Zeitpunkt noch keine Rechtschutzversicherung was heute allerdings der Fall ist),man denkt halt noch an das Gute im Menschen.Ein wichtiger Zeuge wäre für das Gespräch auch noch vorhanden.Nun hörte ich allerdings die nächsten Wochen überhaupt nichts mehr von dem Fall.Daraufhin schrieb ich noch einen Brief,der allerdings bis heute nicht beantwortet wurde(leider nicht als Einschreiben,aber mit dem Zeugen der auch beim Gespräch mit dem Versicherungsregulierer anwesend war).Danach(ca.6 Monate nach dem Haftpflichtschaden durch die Handwerker) kam es noch zu einem Einbruch in meinem Laden,der mit Alarmanlage sicherlich so nicht durchzuführen gewesen wäre.Hiernach wurde ich dann psychologisch schwer krank und konnte mich längere Zeit um nichts mehr kümmern.Mir war nach diesem Trauma so ziemlich alles egal.Nun hatte ich den Versicherungsregulierer im Dezember 2004 schriftlich per Fax noch einmal dazu aufgefordert mir endlich den Betrag auf mein Konto zu überweisen.Ich hörte allerdings wochenlang wieder nichts und heute am 21.01.05 kam dann endlich mal die erste Nachricht wie folgt: Ihr an Herrn ..... gerichtetes Schreiben haben wir erhalten.Leider müssen wir Ihnen mitteilen,daß Ihre Ansprüche inzwischen verjährt sind.Wir bedauern Ihre Ansprüche zurückweisen zu müssen.Jeder kann jetzt sicherlich meine Wut verstehen,wie dieses Unternehmen b.z.w. der Regulierer eiskalt und sicherlich mit Berechnung vorgegangen ist.Sind denn nun solche Schäden auch nach 3 Jahren und hiermit zum 31.12.2004 verjährt wenn diese nicht gerichtlich geltend gemacht worden sind ??? Ich hätte ja demnach schon 2002 Klage einreichen müssen bei solchen Methoden dieses Unternehmens und der Verschleppung dieses Falles.Mein Verdacht ist auch der folgende,das der Versicherungsregulierer nicht mehr für dieses Unternehmen arbeitet.Nun meine Frage: Bin ich mal wieder der Dumme und wäre als kleiner Einzelhändler in diesem Staat doch besser beim Arbeitsamt aufgehoben ??? Bleibe ich nach der Vorgeschichte auf meinem Schaden sitzen und die Handwerksfirma und die Versicherung sind fein und rechtskräftig aus der Angelegenheit raus ??
Trifft nicht Ihr Problem? Wir haben 45 weitere Antworten zum Thema:
21.01.2005 | 23:34

Antwort

von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann
723 Bewertungen
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Frage.

Leider kann ich Ihnen keine Hoffnung machen:

Da Sie mit der Handwerkerfirma in keinen vertraglichen Gegen die Handwerkerfirma hatten Sie einen Anspruch auf Schadensersatz aus § 823 Abs. 1 BGB gegen die Firma wegen Beschädigung Ihres Eigentums. Dieser Anspruch unterlag der regelmäßigen Verjährung von 3 Jahren gem. § 195 BGB. Diese Frist begann am 01.01.02 und endete also am 31.12.04.

Ihre Schilderung des Sachverhaltes läßt auch nicht den Schluß zu, daß über die Berechtigung des Anspruches verhandelt wurde. Dann wäre der Lauf der Verjährung möglicherweise gehemmt gewesen, mit der Folge, daß die Verjährung um die Zeit der Hemmung verlängert hätte.

Stattdessen wurde der Anspruch dem Grunde ja offenbar kurz nach dem Schaden von der Versicherung des Handwerkers anerkannt und danach einfach nicht mehr reagiert. Da Sie den Anspruch nicht vor Ablauf der Verjährungsfrist gerichtlich geltend gemacht haben, ist auch keine Hemmung durch Rechtsverfolgung eingetreten. Die Versicherung dürfte sich also nun zu Recht auf die Einrede der Verjährung berufen.

Ich bedauere Ihnen keine andere Auskunft geben zu können.

Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt


Andreas Schwartmann, Rechtsanwalt

ANTWORT VON
Rechtsanwalt Andreas Schwartmann
Köln

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