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Versehentlich zuviel Urlaub genommen


| 31.12.2012 15:09 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Oliver Wöhler



hallo,

kurze Frage, habe versehentlich vergessen einen Kurzurlaub (haben Vertrauensarbeitszeit) im System einzutragen, was mir vor 1 Woche beim Kontrollieren des Jahres auffiel. Dadurch habe ich quasi 32 Tage in 2012 genommen (statt der erlaubten 30).
Was sind mögliche Konsequenzen arbeitsrechtlich, obw. es ein Versehen war ( was nicht zu beweisen ist...) ? Was könnte ich der Personalabtl.vorschlagen ? Möchte das zeitnah adressieren (wegen Urlaub der Kollegin nicht möglich aktuell).
Bitte konkrete Antworten, danke

-- Einsatz geändert am 31.12.2012 15:20:00
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts beantworten möchte:

Mögliche Konsequenzen hängen zunächst davon ab, wie die Gewährung des Urlaubs in Ihrem Betrieb konkret geregelt ist. Es spielt also eine Rolle, ob eine Kontrolle stattfindet oder nicht. Desweiteren müsste man prüfen ob Resturlaub des Vorjahres übertragen war und Ihnen damit mehr Urlaubstage zur Verfügung standen.

Sollte dies nicht der Fall sein, dann wäre es ein Verstoß gegen den Arbeitsvertrag wenn Sie mehr Urlaub genommen haben, als Ihnen zustand. Auch hier kommt es aber wieder auf die betriebliche Praxis an. In manchen Betrieben wird es geduldet, wenn es zur Überschreitung der Urlaubstage kommt.

Da es sich nachweise nur um 2 Tage handelt und da dieser Fall bisher nicht vorgekommen ist, wäre Ihr Verschulden aber gering. Letztlich ließe sich weder Vorsatz noch Fahrlässigkeit endgültig beweisen, wobei der äußere Anschein für ein Versehen spricht.

Sie sollten der Personalabteilung vorschlagen, dass die 2 Tage mit dem Urlaub 2013 verrechnet werden, also dort abgezogen werden. Eine andere Alternative wäre es die Arbeitszeit der beiden Tage nachzuarbeiten. Dies wäre auch von Ihnen fair, denn streng genommen entsteht der Urlaubsanspruch jedes Jahr neu. Rein formal könnte der Arbeitgeber die Tage also gar nicht mit dem Urlaub 2013 verrechnen.

Als Konsequenz käme maximal eine Abmahnung in Betracht, wobei ich Ihr Fehlverhalten als gering ansehe. Da aber ein Fehler Ihrerseits vorliegt, wäre eine Abmahnung zumindest denkbar.

Sie sollten hier mit offenen Karten spielen und die Sache von sich aus ansprechen.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Oliver Wöhler, Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 31.12.2012 | 16:12

danke
"Mögliche Konsequenzen hängen zunächst davon ab, wie die Gewährung des Urlaubs in Ihrem Betrieb konkret geregelt ist. Es spielt also eine Rolle, ob eine Kontrolle stattfindet oder nicht."

Meines Wissens wird es nicht kontrolliert und ich gehe ja jetzt eigenintitiativ und "ohne Not" auf die Personalabtl.zu (was das Versehen ja untermauert...) , inwieweit sollte dann sogar eine ABmahnung möglich sein ? wäre es möglich das in unbezahlten Urlaub zu wandeln ?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 31.12.2012 | 16:54

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich die Nachfrage.

Ich teile Ihre Ansicht. Da Sie die Sache selbst melden, wäre ich der Auffassung, dass eine Abmahnung nicht möglich ist, bzw. unangemessen wäre.

Wie Sie mit den beiden Tagen umgehen, ist letztlich Verhandlungssache. Auch eine Umwandlung in unbezahlten Urlaub ist denkbar.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeits- und Familienrecht

Bewertung des Fragestellers 31.12.2012 | 16:14


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FRAGESTELLER 31.12.2012 4,2/5.0
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