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Verschwundenes Geld - Arbeitgeber sieht mich in der Verantwortung/Schuld


22.12.2013 23:00 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Oliver Wöhler



Im Sommer diesen Jahres zahlte mir mein Arbeitgeber eine größere Menge Bargeld für Anschaffungen aus. Für die Hälfte kaufte ich ein, die andere Hälfte gab ich an einen Kollegen weiter, da mein Jahresurlaub anstand.

Für diese Übergabe händigte mir besagter Kollege nicht wie besprochen eine Quittung aus, es gibt allerdings Zeugen, dass ich das Geld weitergegeben habe.

Anschließend an meinen Urlaub hatte besagter Kollege Urlaub, aus dem er nicht zurück kam (Kündigung seinerseits) - nicht ohne ein riesiges Chaos in den Kassen zu hinterlassen für die er verantwortlich war (2 an der Zahl).

Nach langem hin und her konnten diese beiden Kassen zwar nachvollzogen werden (sind soweit volltständig) allerdings fehlt noch der Betrag, den ich im Sommer weitergegeben habe.

Nun kam mein Arbeitgeber auf mich zu und fordert diesen Betrag bis Ende des Jahres ein.

Seine Aussage: Entweder ich bekomme den Kollegen dazu, dass er mir das Geld gibt, oder ich muss es aus eigener Tasche zahlen. (Da ich ursprünglich das Geld abgeholt habe sieht er mich in der Schuld, da die anderen beiden Kassen passen hat der Betrieb keine Forderungen an den ehemaligen Kollegen und wird nicht tätig).

2 Fragen:

1. Was kann mir schlimmstenfalls passieren? (Thema Kündigung wegen Unterschlagung?)
2. Wie geh ich am Besten vor?

Ich habe bereits telefonisch mit besagten Kollegen Kontakt aufgenommen, die Sachlage erklärt und ihm auch gesagt dass ich andernfalls gewillt bin, rechtliche Schritte einzuleiten. Er versprach sich zu kümmern, und sich zu melden - bisher ohne Ergebnis. Das Telefonat führte ich ebenfalls mit einem Zeugen - auch hier gab der Kollege zu, das er das Geld hatte und das es seine Verantwortung ist.

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts beantworten möchte:

1. Zunächst muss man klar stellen, dass ein Arbeitnehmer nicht automatisch für einen Fehlbetrag haftet. Man müsste prüfen, ob Ihr Arbeitsvertrag eine sog. "Mankoabrede" enthält, wovon ich nicht ausgehe.

Ansonsten haftet der Arbeitnehmer entweder nicht oder nur abgestuft, je nach Grad des Verschuldens. Sie haben Geld erhalten, welches nun fehlt. Nach Ihren Angaben gibt es Zeugen für die Weitergabe des Geldes. Man müsste klären, wie die Handhabung von Barbeträgen im Betrieb üblich ist und welche Vorschriften es dafür gibt. Entscheidend ist ob es zulässig war, dass Sie Geld an Kollegen weitergeben und ob es Vorschrift war sich eine Quittung geben zu lassen. Je nach Art der betrieblichen Vorgabe muss dann beurteilen, ob Sie überhaupt eine Pflichtverletzung begangen haben.
Ich kann ohne weitere Kenntnisse ein Fehlverhalten Ihrerseits nicht sehen, weil die Zeugen ja bestätigen können, dass Sie das Geld weiter gegeben haben. Hier müsste man wie gesagt klären, ob Sie etwa verpflichtet waren das Geld dem Chef zurückzugeben bevor Sie in Urlaub gingen.

Eine Strafbarkeit sehe ich nicht da Sie nachweisen können das Geld nicht selbst behalten zu haben. Wenn Sie gegen eine Vorschrift verstoßen haben, käme allenfalls eine Abmahnung in Betracht, für eine Kündigung wäre das Fehlverhalten zu gering, wobei ich davon ausgehe, dass Sie nicht einschlägig abgemahnt sind.
Sie mussten auch nicht damit rechnen, dass der Kollege das Geld einbehält.

2. Sie sollten das Gespräch mit dem Arbeitgeber suchen. Wenn feststeht das Sie das Geld weiter gegeben haben, dann wäre es sehr wohl Sache des Arbeitgebers sich das Geld zurück zu holen. Es ist nicht Ihr Geld und streng genommen könnte nur der Arbeitgeber Herausgabe verlangen. Nur wenn Sie den Betrag aus eigener Tasche auslegen hätten Sie einen Schadensersatzanspruch gegen den ehemaligen Kollegen. Sie sollten anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen. Sie müssen aus meiner Sicht den Betrag nicht erstatten und es wäre eigentlich Sache Ihres Arbeitgebers sich mit dem Ex Kollegen auseinander zu setzen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Oliver Wöhler, Rechtsanwalt

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