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Verschleierung der Erbmasse


05.10.2004 13:23 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Guten Tag,

vor wenigen Wochen ist mein Vater, mit dem ich seit 12 Jahren keinen Kontakt hatte, verstorben. Kürzlich habe ich erfahren, dass seine Frau Geld (unter anderem von einer "recht hohen Versicherung") auf diverse Konten verteilt hat, "damit sein Sohn nicht so viel bekommt und alles an ihre eigene Tocher geht". Zur Erklärung: Mein Vater hat geheiratet, ich bin aber nach wie vor sein einziges Kind.

Nun meine Frage: Kann man da etwas dagegen machen und wenn ja: In welchem Zeitraum kann man das nachvollziehen? Ich hörte etwas von einer Frist von drei bis fünf Jahren, in der man Kontobewegungen nachvollziehen kann. Außerdem würde mich interessieren, wie hoch der gesetzliche Erbanteil ist und wie hoch der Pflichtteil.

Über eine Antwort freue ich mich sehr.

Mit besten Grüßen
05.10.2004 | 13:40

Antwort

von


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30159 Hannover
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Sehr geehrter Fragesteller,

sofern Sie das einzige Kind sind, wäre Ihr Erbteil 1/2, Ihr Pflichtteil 1/4. Ihre erbrechtlichen Ansprüche verjähren nach 30 Jahren, Pflichtteilsansprüche (die bestehen, sofern sie "enterbt" worden sind) verjähren drei Jahre nach Kenntnis des Erbfalls.

Sofern Ihr Vater in den letzten 10 Jahren vor seinem Ableben Schenkungen vorgenommen hat, zählen diese zur Erbmasse, wenn Sie den sogenannten Pflichtteilsergänzungsanspruch geltend machen.

Grundsätzlich können Sie als Erbe (durch einen Erbschein legitimiert) selbst bei allen entsprechende Stellen Auskünfte einholen. Ggf. steht Ihnen noch Auskunftsanspruch gegenüber den Beschenkten zu.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben.

Für eine weitergehende Auskunft - auch telefonisch - stehe ich Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

MfG

Michael Wieck
Rechtsanwalt


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