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Vermögensübernahme ?


23.10.2004 13:02 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Aus Inanspruchnahme von Bürgschaftsverpflichtungen für meinen inzwischen geschiedenen Mann, habe ich Forderungen gegen diesen, die mitVollstreckungsbescheid vor 4 Jahren tituliert wurden. Die Mutter meines geschiedenen Mannes hat dann einen Teil dieser Forderungen übernommen und mit mir einen Darlehnsvertrag zur Rückzahlung dieses übernommenen Betrages abgeschlossen. Schon früher hatte sie mir häufiger Geld zukommen lassen, da mich meine Verbindlichkeiten aus den Bürgschaften sehr belastet haben. Auf das mit ihr abgeschlossene Darlehn hat sie dann häufiger unregelmässige Zahlungen geleistet. Vor 2 Wochen ist sie nun im Alter von 69 Jahren verstorben. Es gibt 5 zerstrittene Erben, darunter mein geschiedener Mann. Ich selbst bin nicht Erbe und habe nun überlegt, das Erbteil meines geschiedenen Mannes zu pfänden und mein Darlehen als Nachlass-Gläubigerin fällig zu stellen. Ein Nachbar der Mutter meines geschiedenen Mannes hat mir neulich gesagt, dass er gehört habe, dass der Nachlass überschuldet ist. Genau weiss man dass aber nicht. Sollte ich das Erbteil meines geschiedenen Mannes pfänden lassen (der selbst noch grosse Schulden hat), könnte dieses dann als Vermögensübernahme gewertet werden, so dass dieses dazu führen könnte, dass ich selbst bei den Nachlass-Gläubigern und Gläubigern meines geschiedenen Mannes in Haftung genommen werden könnte ?

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Verehrte Rechtssuchende,

das Abstrakt des Erbteils lässt sich nicht pfänden, sondern nur die daraus resultierenden Vermögenswerte, soweit vorhanden. Vor der Vollstreckung wegen der Kostenvorschusspflicht sollten Sie also prüfen, ob sich diese lohnt.

Die Verbindlichkeit aus dem Darlehensvertrag mit Ihrer ehemaligen Schwiegermutter ist nunmehr eine Nachlassverbindlichkeit; insoweit können Sie jeden der Erben in Anspruch nehmen, und zwar entweder den solventesten wegen der Gesamtsumme oder mehrere wegen Teilen der Verbindlichkeit.

Rüdiger Kuhn
Rechtsanwalt
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