Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
468.695
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Vermieter verlangt das Streichen der ganzen Wohnung


| 19.03.2017 12:47 |
Preis: 40,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


Zusammenfassung: Schönheitsreparaturen können bei Mietverträgen nicht bedingungslos zum Ende des Mietverhältnisses im Rahmen einer vertraglichen Klausel verlangt werden, wenn kein Renovierungsbedarf diesbezüglich besteht.


Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Frau und ich ziehen nach 4 Jahren und 5 Monaten aus unserer Wohnung aus. Das Wohnzimmer und die Küche wollte ich streichen, da dort die Verschmutzung über dem normalem Gebrauch hinausgeht. Dann natürlich die ganze Wohnung sauber machen. Der Vermieter hat mich aber 2mal per Mail darauf hingewiesen, dass die Wohnung Renoviert (frisch gestrichen) übergeben worden war und ich die Wohnung entsprechend wieder zurückgeben solle.Ich soll also die ganze Wohnung frisch streichen.

Im Mietvertrag steht folgendes:

Die komplette Wohnung befindet sich in renoviertem Zustand. Schönheitsreparaturen sind bei Bedarf vom Mieter durchzuführen und die Wohnung ist spätestens bei Auszug in einwandfreiem und gereinigten Zustand zurückzugeben.

Mehr steht dort nicht. Muss ich tatsächlich die komplette Wohnung frisch streichen?

Vielen Dank für Ihre Hilfe!

Mit freundlichen Grüßen
T. S.
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ich halte die Klausel für unangemessen und damit für nicht wirksam, denn wenn dort steht, die Wohnung sei "spätestens" bei Auszug in einwandfreiem und gereinigten Zustand zurückzugeben, so berücksichtigt dieses gerade nicht mehr (oder ist nur widersprüchlich und damit ebenfalls unwirksam) den Bedarf beim Auszug, sondern verlangt auch bei einer nur kurzen Mietdauer "einwandfreie" Renovierungsarbeiten, was so unzulässig ist.

Denn das sieht ohne Einschränkung Schönheitsreparaturen vor, was aber rechtlich derart gerade nicht ohne Weiteres verlangt werden kann, auch wenn die Wohnung bei Einzug ggf. renoviert war, wobei zudem nicht mehr verlangt werden kann, als beim Einzug vorhanden war.

Schließlich ist sehr unbestimmt, was mit "einwandfreiem" Zustand gemeint sein soll. Zu unbestimmte und widersprüchliche Klauseln sind ebenfalls unwirksam.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Bewertung des Fragestellers 19.03.2017 | 13:51


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Ich bin in jeder Hinsicht sehr zufrieden und bin froh mich an einem Anwalt gewendet zu haben. Nun bin ich beruhigter. Vielen Dank!"