Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
142.007 Fragen, 59.662 Anwaltsbewertungen
450.789
Registrierte
Nutzer
businessandmore.de Anwalt? Hier lang  | 13 Anwälte online

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Vermieter verlangt Kündigung


14.08.2004 15:03 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich wende mich heute an Sie mit folgendem Problem.

Mein Freund hat seit 01.01.2004 ein EFH auf unbestimmte Zeit gemietet.
Vorher wurde das Haus von seiner Ex-Freundin bewohnt und diese hatte auch den Mietvertrag unterschrieben. Nach Ihrem Auszug ist mein Freund im Haus geblieben und hat auch sofort die Mietzahlungen übernommen damit dem Vermieter kein Schaden entsteht und weil er das Haus natürlich weiter mieten wollte.
Nun hat mein Freund dem Vermieter mitgeteilt das ich Mitte Oktober mit meinen beiden Kinder (6 und 10) zu ihm ziehen werde.
Da der Mietvertrag und die Berechnung der Nebenkosten auf 4 Personen läuft sehe ich da auch keine Schwierigkeiten.
Nun will aber der Vermieter das Haus bereits seit ca. 2 Jahren verkaufen. Kaufinteressenten waren noch nicht da.
Er verlangt nun von meinem Freund die Erklärung das er bei Kaufvertragsabschluss innerhalb von 6 Monaten auszieht.
Mein Freund hat auch noch das Vorkaufsrecht. Allerdings sind wir finanziell nicht in der Lage das Haus zu kaufen.
Da wir uns nicht gezwungen sehen dieses Schreiben zu unterschreiben droht der Vermieter meinem Freund auf "normalen Weg" zu kündigen.
Einen vergleichbaren Wohnraum zu finden wird allerdings auch sehr schwer werden.
Hinzukommt das ich mein Kleingewerbe (Näharbeiten) in den Nebenräumen (Keller/Garage) ausüben wollte. Dafür werden wir wohl auch keine Genehmigung bekommen.

Meine Fragen:
1. Kann er meinen Einzug mit den Kindern verbieten?

2. Müssen wir das Schreiben unterschreiben?

3. Kann der Vermieter meinem Freund die Kündigung aussprechen?

4. Muss er eventuell das Kleingewerbe doch genehmigen?

Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen. Seit einigen Tagen kann ich nicht mehr ruhig schlafen und die Sorge um die Kinder ist groß. Ich traue mich nicht die Kinder an den neuen Schulen anzumelden da ich gar nicht weiß wo wir hin sollen.

Mfg
Die 4ratlosen
14.08.2004 | 15:49

Antwort

von


162 Bewertungen
Sehr geehrte Rechtssuchende,
sehr geehrte 4ratlosen,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Zunächst ist nicht ganz klar, ob nur die Ex-Freundin Ihres Freundes den Mietvertrag alleine unterschrieben hat oder auch Ihr Freund.

Trotz allen drüfte ein Mietvertrag bestehen.

1. Der Mieter ist berechtigt, eine andere Person, die weder Familienangehörige noch Bedienstete des Mieters ist, zum Mitgebrauch der Wohnung auf Dauer auzunehmen. Er hat ein berechtigtes Interesse an der Aufnahme, wenn er aus wirtschaftlichen oder persönlichen Gründen eine dauernde Wohngemeinschaft begründen will. Voraussetzung ist aber, daß die Wohnung nicht überbelegt ist.
Es ist immer zu prüfen, ob nicht der VM Gründe geltend machen kann, die ein Aufnahme dieser Person für ihn unzumutbar erscheinen.

Hier ist also zu fragen, ob der VM etwas dagegen haben kann, die die Aufnahme von drei weiteren Personen verhindern können. Dies erscheint mir bei Ihnen nicht gegeben.

2. Daher müssen Sie das Schreiben auch nicht unterzeichnen.

3. Eine Kündigung durch den VM ist grundsätzlich möglich, doch muß er die Fristen und die Grenzen des Gesetzes einhalten. Dies wird daher schwierig.

4. Ein Kleingewerbe muß nicht genehmigt werden. Denn der Mietvertrag lautete nur auf Nutzung zur MIete nicht zum gewerblichen Gebrauch.

Ich rate Ihnen zu einem Anwalt zu gehen, der sich sicher im Einzelfall beraten wird.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Wille
----------------------
Rechtsanwalt Klaus Wille
Breite Str. 147 - 151
50667 Köln
www.anwalt-wille.de
anwalt@anwalt-wille.de





Rechtsanwalt Klaus Wille
Fachanwalt für Familienrecht

ANTWORT VON

Köln

162 Bewertungen
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht, Fachanwalt Familienrecht, Kindschaftsrecht, Familienrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 53839 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Frau Prochnow, hat basierend auf den zur Verfügung stehenden Informationen die Fragen sehr kompetent beantwortet. ...
5,0/5,0
Fr. RAin Fristsch antwortete sehr schnell, kompetent und freundlich. Besten Dank! ...
5,0/5,0
Ich kann den Anwalt guten Gewissens weiterempfehlen. ...