Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
468.025
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Vermieter verbietet Besuch vom Mieter - Ist das Hausfriedensbruch?


17.12.2010 11:30 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht



Person A hat lebenslanges Wohnrecht in einem Anbau, der Person B gehört. Auch der Grund, auf dem Anbau und Haus stehen, gehören B.
Person A bekommt Besuch von Person C.
B zeigt C wegen Hausfriedensbruchs an, weil C das Grundstück betreten hat, um zum Anbau von A zu gelangen und diese Person zu besuchen, was auch im Sinne von A selbst ist.

Frage: Handelt es sich in geschildertem Fall tatsächlich um Hausfriedensbruch und warum? Hat C das Recht, das Grundstück zu betreten, um A zu besuchen, wenn A das ausdrücklich will, B dies aber ausdrücklich nicht will.

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte Ratsuchende,

Ihre Anfrage kann ich Ihnen anhand Ihrer Angaben und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten.

Grundsätzlich kann ein Grundstückseigentümer jedem den er nicht auf seinem Grundstück bzw. in seinem Haus haben möchte ein Hausverbot erteilen.

Hierzu ist nicht einmal eine Begründung erforderlich.

Diese Situation ändert sich jedoch erheblich, wenn der Eigentümer sein Haus / Grundstück oder Teile davon vermietet, da er dadurch sein Grundstück nach außen hin öffnet.

Das Gleiche gilt natürlich auch dann, wenn ein Teil des Grundstücks aufgrund eines lebenslangen Wohnrechts bewohnt wird.

Der Mieter / Wohnrechtsinhaber hat selbstverständlich das Recht sich jeden als Besuch einzuladen, den er möchte.

Der Besuch darf dafür auch alle Teile des Grundstücks benutzen, die der Wohnrechtsinhaber auch benutzen darf.

Konkret heißt das, dass der Besuch von A selbstverständlich auch das Grundstück des B betreten darf, um zu A zu gelangen.

Dies kann ihm B grundsätzlich nicht verbieten, so dass hier auch kein Hausfriedensbruch vorliegt.

Etwas Anderes würde nur dann gelten wenn der C den Hausfrieden bereits erheblich gestört hat.

Dies wäre zum Beispiel dann der Fall, wenn er andere Hausbewohner beleidigt oder angegriffen oder in irgendeiner Form belästigt hätte.

Auch bei massiven Verstößen gegen eine eventuell vorhandene Hausordnung (z.B. dauernde Ruhestörungen durch C) wäre ein Hausverbot möglich.

Liegen solche Faktoren nicht vor, kann der B gegenüber dem C kein Hausverbot aussprechen und der C macht sich auch nicht wegen Hausfriedensbruch strafbar.

Ich hoffe, dass ich Ihnen mit meiner Antwort einen Einblick in die Rechtslage verschaffen konnte und verbleibe
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 57419 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Herr RA Park hat meine Frage sehr ausführlich und professionell beantwortet! ...
FRAGESTELLER
4,8/5,0
War sehr zufrieden mit der genialen Erklärung und auch der verständlichen Ausdrucksweise. Besten Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Danke für die konkrete, zeitnahe Bearbeitung am gleichen Abend. Jederzeit wieder! Besten Dank. MfG PH ...
FRAGESTELLER