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Vermieter behält Mietkaution ein


23.11.2004 12:33 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo!
Ich habe ein Problem mit meinem Vermieter: Er will mir meine Mietkaution aufgrund einer angeblich offenen Nebenkostenabrechnung nicht zurückzahlen, obwohl ich schon am 31.08.2004 ausgezogen bin.
Folgende Vorgeschichte dazu:
Ich habe von 08/02 bis 08/04 alleine in einer Wohnung in Hildesheim gewohnt. Im Oktober 2003 bin ich nach einer abgebrochenen Schwangerschaft in schwere Depressionen gefallen und war zu nichts mehr in der Lage: Ich habe mein Studium sausenlassen und lag den ganzen Tag im Bett, bis ich im Januar 2004 eine Psychotherapie begonnen habe (bis 05/04), wo ich u.a. Medikamente wie Anafranil und Saroten genommen habe. Ich war psychisch am Ende, also hat mich mein Freund in der Zeit von Mitte Oktober bis Mitte Dezember unterstützt und häufiger bei mir übernachtet (aber nicht bei mir gewohnt, er hatte eine eigene Wohnung) und ist für mich einkaufen gefahren etc. Nun haben wohl böswillige Nachbarn berichtet, dass wir dort zu zweit 7 Monate lang gelebt hätten und deshalb fordert der Vermieter eine Nebenkostennachzahlung von 470 Euro. Die Mietkaution betrug 790 Euro. Ich habe wohl zwei Briefe von meinem Vermieter Anfang des Jahres bekommen, aber war psychisch nicht in der Lage, Post in irgendeiner Form zu lesen, ich habe keine Briefe geöffnet geschweige denn gelesen, weil ich einfach dazu nicht imstande war. Dazu kommt, dass ich seit Anfang Januar (weil mein damaliger Freund nach Paris gezogen ist, wieder zu meiner Mutter nach Hannover gezogen bin. Weil ich nicht wusste, ob ich mein Studium in Hildesheim fortsetezn würde, habe ich die Wohnung so lange noch behalten und im Mai dann gekündigt, als ich wusste, dass es keinen Sinn mehr hat. In den Briefen wurde ich gefragt, ob ich alleine oder zu zweit dort wohnen würde, weil Nachbarn berichtet hätten, dass ich mit meinem Freund die Wohnung teilen würde, was aber nicht stimmte. Da ich nicht geantwortet hatte, weil ich ja die briefe nicht mal geöffnet hatte, kam im Juni dann die Nebenkostenabrechnung für zwei Personen für 7 (sieben!) Monate des Jahres 2003.
Was kann ich jetzt dagegen tun? Ich habe die Wohnung am 31.08.2004 übergeben und eine Woche später eine Aufforderung bekommen, die NK-Rechnung zu bezahlen, wogegen ich gleich Einspruch erhoben habe (per mail, so hatten wir vorher auch kommuniziert). Jetzt habe ich nichts mehr von meinem Vermieter gehört und er reagiert nicht auf E-mails. Was kann ich tun? Bitte helfen Sie mir.
23.11.2004 | 13:23

Antwort

von


767 Bewertungen
Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Grundsätzlich ist der Vermieter berechtigt, die Kaution mit einer Nachzahlungsforderung aus der Nebenkostenabrechnung zu verrechnen. den darüber hinausgehenden Betrag des Kautionsguthabens müsste er Ihnen auszahlen, hat dazu jedoch in der Regel bis zu 6 Monate nach Beendigung des Mietverhältnisses Zeit.

Sofern Sie mit der Nebenkostenabrechnung nicht einverstanden sind, weil der Personenschlüssel nicht korrekt ist, haben Sie ein Recht auf Korrektur der Abrechnung. Sie sollten die tatsächliche Situation Ihrem Vermieter gegenüber so klarstellen, wie Sie dies hier auch getan haben, und den Vermieter auffordern, die Abrechnung entsprechend zu korrigieren, weil Sie die Nachzahlungsforderung von EUR 470,00 nicht akzeptieren können.

Kommt er dem nicht nach, besteht die Möglichkeit, das Abrechnung selbst, unter Zugrundelegung des korrekten Personenschlüssels, zu korrigieren und das sich nach Abzug ergebende Kautionsguthaben einzuklagen.

In diesem Falle rate ich Ihnen allerdings das konkrete weiter Vorgehen mit einem auf Mietrecht spezialisierten Rechtsanwalt abzustimmen. Sehr gerne stehe ich Ihnen dafür zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt


--
Rechtsanwalt Andreas Schwartmann
Gleueler Str. 249 D-50935 Köln
Tel: +49 (221) 3559205 / Fax: +49 (221) 3559206
www.rechtsanwalt.andreas-schwartmann.de
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Rechtsanwalt Andreas Schwartmann

ANTWORT VON

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