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Vermeiter verweigert Wassergebrauch!!!


07.06.2004 11:19 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von



Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe folgendes Problem:
Kann es rechtlich richtig sein, dass mein Vermieter sich weigert, mir den Wasserhahn (bisher gemeinsame Nutzung vom Vermieter und mir) für die Gartenpflege (vertraglich vereinbart) verschlossen zu halten, und mir verbietet Regenwasser selbst zu sammeln, bzw. aus "seiner" Regentonne die bislang auch von uns beiden benutzt wurde, Wasser zu entnehmen
Wohne seit 10.2002 in einer EG-Mietwohnung mit Terasse und Garten. Ein kleiner Teil des Gartens (ca. 15 %) wird durch den Eigentümer als Gemüsebeet genutzt.
Es gibt lediglich einen Aussenwasserhahn (in meinem Teil des Gartens) und eine Regentonne (im Teil des Vermieters), die bis Ende der Sommersaison 2003 beide gemeinsam genutzt wurden.
Nachdem die Nebenkosten aus 2003 strittig sind, da mein Vermieter behauptet, nur ich hätte den Aussenwasserhahn benutzt, er habe für sein Gemüsebeet nur Wasser aus der Regentonne entnommen, (welche 2003 täglich von mir über den Wasserhahn befüllt wurde, denn geregnet hat es ja kaum, ebenso wie er sich am Wasserhahn direkt auch bedient hat).
Nun weigert sich mein Vermieter, den Wasserhahn wieder aufzudrehen. Ebenso wie er sich weigert, dass ich weiterhin die Regentonne benutzen dürfte. Auf meinen Vorschlag, er sollte mir doch bitte auf meine Kosten einen Ablauf an eines der anderen Regenwasserfallrohre machen, damit ich selbst Wasser sammeln könnte, meinte er, das würde ihm nicht gefallen, darum macht er es auch nicht.
Ich hatte ihm auch vorgeschlagen, an dem Wasserhahn einen Zähler anbringen zu lassen, damit eine ordentliche Ablesung möglich ist, worauf er erwiderte, dass ich das gerne auf meine Kosten tun könnte, er jedoch nicht damit einverstanden ist, eine Änderung an der Sache (Wasserhahn) klaglos hinzunehmen!
09.06.2004 | 09:47

Antwort

von


9 Bewertungen
Guten Tag!

Der Vermieter ist verpflichtet, Ihnen die Mietsache zum vertragsgemäßen Gebrauch zu überlassen. Da hier die Nutzung des Außenwasserhahnes mietvertraglich vereinbart worden ist, ist der Vermieter auch verpflichtet die Nutzung zu gestatten. Gleiches gilt für die Nutzung der Regentonne.
Für die Rechtslage ist dabei unerheblich, ob die Nutzung des Außenwasserhahnes und der Regentonne auch schriftlich im Mietvertrag festgehalten ist. Es reicht auch eine mündliche Absprache hierüber, welche auch dann wirksam ist, wenn im Mietvertrag die (unwirksame) Formularklausel steht, mündliche Absprachen seien nicht getroffen worden.
Schriftlichkeit von solchen Vereinbarungen dienen lediglich der Beweiserleichterung für das Vorhandensein der Absprache. Ein solcher Beweis ist aber auch durch andere Beweismittel, z.B. Zeugen möglich.
Der Streit über die Betriebskostenabrechnung und den Wasserverbrauch in der Vergangenheit ändert an der Verpflichtung des Vermieters nichts.
Um längerfristige und belastende Streitigkeiten mit dem - in direkter Nachbarschaft lebenden - Vermieter zu vermeiden und ein befriedigendes Wohnumfeld zu erhalten, ist ein Schlichtungsgespräch anzuraten, in dem die Angelegenheit außergerichtlich geklärt wird. Ihr Vorschlag, den jeweiligen Verbrauch durch ein Messgerät zu erfassen, halte ich für eine sinnvolle Basis. Gerechterweise sollte für die Installation einer Wasseruhr eine Kostenteilung vereinbart werden.
Ich hoffe Ihnen hiermit weitergeholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Falk Brorsen
Rechtsanwalt


ANTWORT VON

Braunschweig

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