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Verlust des eingestellten Artikels nach EBay Auktionsende


02.12.2014 11:12 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Mauritz



Auf der EBay Auktion spürt Form wurde von mir ein Seniorenhandy zum Auktionspreis von 1 Euro eingestellt.
Dieses Handy wird von bekannten Internet Handy Ankäufern gehandelt zu einem Preis von ca. 2 Euro.
Zum Zeitpunkt der EBay Auktion zog ich mit meiner Familie um, und sämtliche Gegenstände meiner bisherigen Wohnung wurden von mir und mehren von mir angeheuerten Umzugshelfern verpackt, und an meinen neuen Wohnort transportiert.

Zum Zeitpunkt meines Umzugs lief auch die EBay Auktion aus, und ein Interessent hatte das Handy zum Auktionspreis von 1 Euro ersteigert.

Leider stellte sich dann heraus, das nach dem Auspacken der Umzugskartons am neuen Wohnort das bewusste Handy nicht mehr aufgefunden werden konnte.

Ob Dieses von den Umzugshelfern entwendet wurde, oder auf andere Art verlustig ging, entzieht sich meiner Kenntnis.

Die bei EBay laufende Auktion konnte auch WG. Verlust des in der Auktion stehenden Handys nicht abgebrochen werden, da der Verlust wie bereits erläutert erst nach Umzug und Auktionsende nach dem Auspacken der Umzugskartons von mir festgestellt werden konnte.

Der geschilderte Tatbestand wurde dem EBay Käufer des Handys entsprechend mitgeteilt.

Dieser gab sich damit jedoch nicht zufrieden, und ließ über seinen Anwalt Schadenersatz von ca. 70 Euro geltend machen.

Wie ist hier die Rechtslage?

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage möchte ich anhand der von Ihnen mitgeteilten Informationen wie folgt beantworten:

In den Fällen, in denen der Kaufgegenstand nach Vetragsschluss, also hier Ablauf der Auktion, aber vor Versand an den Käufer verloren geht, wird der Verkäufer von seiner Leistungspflicht frei, muss also nicht mehr liefern, wenn es sich bei der Kaufsache um ein gebrauchtes Einzelstück handelt. Folgerichtig muss auch der Käufer den Kaufpreis nicht mehr zahlen. Der Käufer kann aber wegen des schuldhaften Verlustes der Kaufsache Schadensersatz vom Verkäufer verlangen; dies ergibt sich aus §§ 275, 326, 325, 280 BGB.

Gefordert werden darf dann die Differenz zwischen dem Kaufpreis und dem üblichen oder durchschnittlichen Marktpreis, denn diese Differenz muss der Käufer ja nun aufwenden, um sich ein vergleichbares Handy zu besorgen.

Liegt nun dieser Marktpreis bei dem fraglichen Seniorenhandy tatsächlich nur bei 2,00 €, so kann auch nur diese Differenz zum Kaufpreis gefordert werden. Ein Anspruch auf Zahlung eines Schadensersatzes in Höhe von 70,00 € besteht dann nicht. Sie sollten daher der Gegenseite entsprechende Nachweise (Screenshots entsprechender Angebote im Internet) zukommen lassen und mitteilen, dass Sie lediglich die makrtübliche Differenz zu zahlen bereit sind.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen hilfreichen ersten Überblick verschaffen. Bei Unklarheiten nutzen Sie gerne die Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Mauritz, LL.M.
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 02.12.2014 | 13:30

Diese Handys werden wie gesagt bei Firmen im Internet, unter anderem auch bei EBay und Anderen zwischen 2 und 3 Euro gehandelt.

Kann der EBay Käufer nun jedes Handy dieser Baureihe kaufen, welches ihm zu einem Preis X irgendwie angeboten wird, oder mus er sich an den Gebrauchtpreisen dieser Handys, wie bereits erläutert orientieren?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.12.2014 | 13:44

Sehr geehrter Fragesteller,

der Käufer muss zur Ermittlung des Marktpreises grundsätzlich auf ein gebrauchtes Handy derselben Art (die gleiche Baureihe, das gleiche Modell) zurückgreifen. Werden mehrere Handys dieser Art auf dem Markt angeboten und ist z.B. eines von diesen wesentlich teurer als die anderen, darf er wegen der ihm obliegenden Schadenminderungspflicht nicht gerade auf dieses Handy zurückgreifen. Der Schadensersatz soll den Käufer nur so stellen, wie er ohne das schädigende Ereignis stehen würde. Er soll also in die Lage versetzt werden, in der er sich bei einer erfolgreichen eBay-Auktion befunden hätte. Ein darüber hinausgehender Anspruch auf Schadensersatz besteht nicht, da der Käufer dann zu Unrecht bereichert wäre.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Mauritz, LL.M.
Rechtsanwalt

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