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Verkehrsunfallflucht


| 12.12.2008 19:23 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab



Sehr geehrte Damen und Herren,

gegenwärtig bin ich auf eine Rechtsberatung Ihrerseits angewiesen um den Werdegang des Verkehrsunfalls besser einschätzen zu können.

Zurzeit bin ich als Botenfahrer in einem Arbeitnehmerverhältnis beschäftigt.
Der Verkehrsunfall ereignete sich in einer Großstadt im Raum Hessen, wobei keinerlei Personen oder andere Verkehrsteilnehmer zu Schaden gekommen sind.
Beim Rückwärtsfahren in eine abschüssige Hofeinfahrt bin ich auf ein ungewöhnliches Geräusch aufmerksam geworden, weshalb ich umgehend den Transporter (<3,5t) abstellte und nachschaute was diesen Lärm verursacht hat.
Ein Straßengeländer auf dem Gehweg war schwer beschädigt und so schaute ich umgehend nach dem Transporter, ob ich dieses Missgeschick verursacht hatte.
Dabei konnte ich keinerlei auffällige Spuren oder ähnliches feststellen, sodass ich Grund zur Annahme hatte, dass ich nicht der Verursacher dessen gewesen bin.

Am darauffolgenden Tag wurde ich von meinem Arbeitgeber kontaktiert und bekam eine Verkehrsunfallflucht zur Last gelegt.
Selbstverständlich wurde der Transporter umgehend zur Beweisaufnahme der Polizei vorgeführt und tatsächlich konnten Spuren des Straßengeländers am Rahmen des Fahrzeugs festgestellt werden.
Dem zuständigen Beamten habe ich den Vorfall geschildert, wie bereits oben beschrieben.

Heute wurde ich dann in einem Schreiben dazu aufgefordert "weitere Angaben zur Sache" zu machen, jedoch bezieht sich der Tatbestand auf eine Verkehrsunfallflucht.

Selbstverständlich habe ich den Beamten bei der Beweisaufnahme am Fahrzeug darauf aufmerksam gemacht, dass es zu keiner Zeit meine Absicht gewesen sei mich unerlaubt von dem Unfallort zu entfernen.
'Ich habe die Situation so eingschätzt, dass ich nicht der Unfallverursacher gewesen bin', sagte ich abschließend.

Ein paar Fakten zum besseren Verständnis:

Der Verkehrsunfall konnte von niemandem bezeugt werden, jedoch hat sich eine Anwohnerin am frühen Vormittag bei der zuständigen Dienststelle telefonisch gemeldet und die Beamten darauf aufmerksam gemacht, dass in den frühen Morgenstunden lediglich ein Transporter zur Anlieferung die Hofeinfahrt rückwärts befährt.

Derzeit befinde ich mich in einer verlängerten Probezeit.


Bitte berücksichtigen Sie eventuellen Rechtsbeistand.

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Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Da Ihnen eine Straftat, nämlich unerlaubtes Entfernen vom Unfallort gem. § 142 StGB, vorgeworfen wird, empfehle ich dringend, einen Rechtsanwalt mit der Wahrnehmung Ihrer rechtlichen Interessen zu beauftragen.

Sie sollten auch keine Einlassung bei der Polizei machen. Der Rechtsanwalt wird Akteneinsicht beantragen. Danach kann eine schriftliche Einlassung gefertigt werden.


2.

Wenn jemand einen Unfall nicht bemerkt hat, kann er auch keine Unfallflucht begehen. In Ihrem Fall bestehen zumindest Bedenken, ob Sie den Unfall nicht hätten bemerken können, hätten Sie nur sorgfältig genug gehandelt.

Sie haben ein "ungewöhnliches Geräusch" vernommen und hatten festgestellt, daß ein Straßengeländer auf dem Gehweg "schwer beschädigt" gewesen ist. Sie hatten auch die Vermutung, daß der Schaden am Geländer durch Ihr Fahrzeug hätte verursacht sein können, da Sie das Fahrzeug auf Schäden angeschaut haben.

Am Fahrzeug sind später mit dem Geländer korrespondierende Spuren festgestellt worden.

Damit stellt sich die Frage, weshalb Sie die Schäden am Transporter nicht bemerkt haben. Naheliegend erscheint die Schlußfolgerung, daß Sie das Fahrzeug nicht sorgfältig genug geprüft haben.


3.

Mehr kann man aufgrund der Sachverhaltsschilderung nicht sagen. Es kommt also auf die rechtliche Würdigung Ihrer Einlassung, Sie hätten von dem Unfall nichts gemerkt, an.

Entscheidend für diese Würdigung der Sach- und Rechtslage wird auch der Umfang des Schadens am Fahrzeug sein. Ist der Schaden eindeutig und leicht zu sehen, stehen Ihre Chancen, sich erfolgreich zu verteidigen, schlecht. Kann man den Schaden dagegen nur mit größter Mühe entdecken, werden Sie bessere Karten haben.

Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt
Bewertung des Fragestellers 14.12.2008 | 15:12


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