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Verkehrsordnungswidrigkeit Fahrverbot - Existenzgefährdung Tierarzt


27.09.2017 12:24 |
Preis: 50,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von



Guten Tag,

ich wurde vor ca. 1 Monat mit dem Verkehrskontrollsystem VKS3 von der Brücke auf der Autobahn mit 140km/h mit einem Abstand von nur 17m gemessen. Jetzt drohen mir neben Bußgeld und Punkten auch 1 Monat Fahrverbot. Ich bin selbständige Tierärztin mit mobiler Praxis und 24h Rufbereitschaft und kann mir das Fahrverbot nicht leisten. Kann ich Einspruch erheben und wie stehen meine Chancen? Können Sie mir einen guten Anwalt für Verkehrsrecht empfehlen?

Vielen Dank.
27.09.2017 | 14:18

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie können Einspruch einlegen. Die Chancen lassen sich ohne Einsicht in die Bußgeldakte seriös nicht beurteilen. Meine Empfehlung lautet, fristgerecht Einspruch einzulegen und einen Rechtsanwalt mit der Wahrnehmung Ihrer Interessen zu beauftragen. Der Rechtsanwalt kann für Sie Akteneinsicht beantragen und aufgrund dessen die Erfolgsaussichten des Einspruchs beurteilen.

Es ist immer möglich, dass Mess- oder Verfahrensfehler vorliegen. Die früher bestehenden grundsätzlichen Bedenken gegen die Verwertbarkeit des Systems VKS3 dürften aufgrund technischer Weiterentwicklungen des Systems nicht mehr durchgreifen. Es kommt auch auf die konkreten Umstände des Einsatzes an. Geprüft werden sollten diese Aspekte natürlich ebenfalls auf jeden Fall.

Wenn gegen Sie in den letzten zwei Jahren kein Fahrverbot verhängt wurde, besteht die Möglichkeit, den Zeitpunkt des Fahrverbots in einem Rahmen von vier Monaten selbst festzulegen, § 25 Abs. 2 a StVG.

Wenn diese Möglichkeit nicht ausreicht die Existenzgefährdung abzuwenden, besteht auch die Möglichkeit eines Absehens vom Fahrverbot gegen Erhöhung des Bußgeldes. In der Regel handelt es sich dabei um eine Verdoppelung. Es gibt allerdings keine Garantie dafür, dass am Ende tatsächlich vom Fahrverbot abgesehen wird. Dafür kommt es auf die Umstände des Einzelfalls an. Auch vorangegangene Einträge wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen oder anderen Verkehrsverstößen können eine Rolle spielen. Dasselbe gilt für die Umstände des Verkehrsverstoßes. Es ist beispielsweise ein Unterschied, ob Sie den vorgeschriebenen Abstand auf einer sehr langen Strecke oder nur für einen kurzen Moment unterschritten haben.

Ich rate Ihnen deshalb dringend ab, sich selbst zur Sache zu äußern. Auch, wenn bisher nur der Anhörungsbogen vorliegt, sollten Sie sich keinesfalls zur Sache äußern, sondern so schnell wie möglich einen Rechtsanwalt mit Ihrer Verteidigung beauftragen.

Tatsächlich ist es nämlich so, dass das Argument auf den Führerschein angewiesen und deshalb in der Existenz gefährdet zu sein, mit taktischem Geschick vorgebracht werden muss. Wenn man dabei den falschen Ton trifft, kann es leicht passieren, dass sich das Argument gegen einen selbst wendet nach dem Motto: wenn man viel fährt und auf den Führerschein angewiesen ist, hat man umso mehr Grund, sich als engelsgleicher Verkehrsteilnehmer zu gerieren.

Es ist hier im Rahmen dieser Plattform nicht möglich, eine konkrete Empfehlung für einen Rechtsanwalt für Verkehrsrecht auszusprechen. Sie können aber über die Anwaltssuche auf dieser Plattform einen Rechtsanwalt für Verkehrsrecht suchen. Jeder Fachanwalt für Verkehrsrecht sollte in der Lage sein, ohne Probleme mit diesem Fall umzugehen. Die Gesamtkonstellation ist wahrlich nicht exotisch und für jeden Fachanwalt für Verkehrsrecht gewissermaßen "daily business".

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Roger Neumann

ANTWORT VON

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