Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
460.058
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten

Verkauf eines gebrauchten Wohnwagen an Privat


17.11.2008 10:28 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Böhler



Guten Tag. Ich habe im April 2008 einen 19 Jahre alten Wohnwagen mit neuer TÜV- und Gasabnahme für € 2800,- verkauft. Der Käufer hat sich den Wagen mit einem Bekannten eingehend angesehen und für gut befunden.Grobe Mängel sind von mir nicht angegeben worden da nicht bekannt, jedoch habe ich den Käufer (leider nur mündlich) darauf hingewiesen, das aufgrund des Alters welche vorhanden sein können.Dies akzeptierte er auch.
Nach ca. 10 Tagen bekam ich einen zornigen Anruf des Käufers, weil er eine undichte Seitenscheibe und eine damit entstandene Durchfeuchtung entdeckt habe. Ich sollte den Wohnwagen sofort zurücknehmen und Ihm den Kaufpreis zurückerstatten.
Ich erwiderte das wir einen Kaufvertrag von Privat an Privat geschlossen haben und ich Ihn ja auch auf die evtl. Mängel unter Zeugen aufmerksam gemacht hatte. Darauf wurden die Anrufe von Ihm und seinem Kollegen, der den Wagen mit besichtigte so massiv und aggressiv, das ich die Telefongespräche nicht mehr angenommen habe.
Der Käufer hat daraufhin seine Rechte an dem Wohnwagen an seine Frau abgetreten ( die vermutlich im Rechtsschutz ist ) und ich bekam Post von der Anwältin. Nach etlichen Briefwechseln in denen immer nur von meiner Pflicht der Rücknahme gesprochen wurde haben wir nun einen Schlichtungstermin vor Gericht im Dezember.
Ich bin immer noch der Meinung, das ich im Recht bin, da ich einen Kaufvertrag Privat/Privat gemacht habe und einen Wohnwagen verkauft habe , der 19 Jahre lang in gebrauch war (ich selber habe den Wagen die letzten 4 Jahre ohne Probleme genutzt).Caravanhändler bestätigten mir, das bei diesem Alter immer mit Feuchtigkeitsproblemen gerechnet werden müsse... Daher bräuchte ich jetzt Ihren fachmännischen Rat. Mit freundlichen Grüssen .....
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

Allein die Tatsache, dass ein Kaufvertrag unter Privatleuten geschlossen worden ist (also keine Partei Unternehmer ist) führt nicht dazu, dass die Regelungen des BGB zur Sachmängelgewährleistung nicht angewendet werden können.

Im Kaufvertrag müsste hierfür ausdrücklich ein Gewährleistungsausschluss vereinbart worden sein. Wenn die Gewährleistung ausgeschlossen ist, könnte sich der Käufer allenfalls auf eine arglistige Täuschung oder die Übernahme einer Garantie berufen, § 442 S. 2 BGB.

Sie geben an, dass die möglichen Mängel mündlich angesprochen worden sind und tragen für diese Tatsache die Beweislast, d.h. Sie benötigen Zeugen dafür, dass Sie entsprechende Hinweise gemacht haben – auch der Bekannte des Käufers kommt hierfür grundsätzlich in Frage, ist er doch als Zeuge zur Wahrheit verpflichtet.

Denn wegen der Undichtigkeit des Fensters könnte das Gericht von einem Mangel im Sinne des § 434 ausgehen. § 437 Nr. 2 BGB gestattet es dem Käufer, beim Vorliegen eines Mangels vom Kaufvertrag zurück zu treten. Dass der Mangel weder Ihnen noch dem Käufer bei Abschluss des Kaufvertrags bekannt war, nützt Ihnen nicht, denn es kommt auf den objektiven Umstand an, also ob der Mangel vorliegt oder nicht.

Ich rate Ihnen, einen Rechtsanwalt vor Ort mit der weiteren Prüfung des Sachverhalts, insbesondere des bisherigen Schriftverkehrs und ggf. der Vertretung Ihrer Interessen zu beauftragen.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt
Ergänzung vom Anwalt 17.11.2008 | 12:39

Im Hinblick darauf, dass es sich bei der Undichtigkeit der Seitenscheibe um eine übliche Abnutzung handelt, könnten Sie zum Beweis die EInholung eines Sachverständigengutachtens beantragen. Im Falle eines Prozessverlustes würden Sie aber mit dessen Kosten belastet.

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 55704 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,6/5,0
Die Antwort kam schnell, war kurz und klar. ...
FRAGESTELLER
4,8/5,0
Sehr schnelle und detaillierte Antwort. ...
FRAGESTELLER
4,6/5,0
Danke, genau was ich wissen wollte. ...
FRAGESTELLER