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Verkauf Eigentumswohnung - Absicherung


| 09.12.2008 18:25 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Oliver Wöhler



Sehr geehrte Damen und Herren,

zum Verkauf meiner Eigentumswohnung habe ich folgende Fragen:

1) Kann ich zu meiner eigenen Sicherheit vor Unterzeichnung des notariellen Kaufvertrages vom Käufer einen Nachweis verlangen über die Finanzierung (Eigen-und Fremdfinanzierung incl. Finanzierungszusage der Bank)?

2) Wie kann man sich generell in solchen Fällen absichern?

Mit freundlichen Grüßen
Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage.

1. Es steht Ihnen natürlich frei, von einem Käufer den Finanzierungsnachweis zu verlangen und dies zur Bedingung eines Kaufvertrages zu machen. Dies ist aber nicht unbedingt üblich und auch nicht notwendig. Der Käufer, der nicht über die notwendigen Mittel verfügt, wird in aller Regel keinen kostenpflichtigen Vertrag schließen, zumal er auch die Kosten der Nichtdurchführbarkeit tragen würde.

2. Ihre Absicherung als Käufer erfolgt über den notariellen Vertrag. Es ist gerade die Aufgabe des Notars, für die Sicherheit beider Parteien zu sorgen. Der Notar stellt sicher, dass Sie Ihr Eigentum an der Wohnung erst verlieren, wennd der Kaufpreis gezahlt ist. Je nach Bundesland gibt es etwas unterschiedliche Fassungen der Verträge, aber die Sicherheit für den Verkäufer ist immer gegeben. Entweder erfolgt die Abwicklung über Notaranderkonto, oder durch Direktzahlung von Käufer an Verkäufer. Der Notar stellt den Umschreibungsantrag beim Grundbuchamt erst, wenn entweder der Verkäufer das Geld direkt vom Käufer bzw. dessen Bank erhalten hat, oder wenn das Geld auf dem Anderkonto eingegangen ist.

Sollte der Vertrag nicht durchgeführt werden, weil der Käufer nicht zahlt, denn wird er rückabgewickelt und die Kosten trägt der Käufer.
Alles ist in dem notariellen Kaufvertrag geregelt.

Sie müssen sich also nicht selbst um eine Absicherung kümmern.


Bewertung des Fragestellers 11.12.2008 | 22:16


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