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Verkauf Eigentumswohnung 6 Jahre nach Schenkung - Steuern ?


30.03.2006 18:30 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Diplom-Jurist Marcus Alexander Glatzel


| in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe zu folgendem Sachverhalt zwei Fragen:

Meine Mutter hat 1990 eine Eigentumswohnung erworben, die sie im Jahr 2000 mittels eines notariell beurkundeten Überlassungsvertrages an meine Schwester und mich je zur ideellen Hälfte übertragen hat. Gleichzeitig wurde ihr ein lebenslanges Nießbrauchsrecht eingeräumt.

Da meine Mutter nun seit Mitte letzten Jahres in einem Pflegeheim (Pflegestufe I) wohnt, haben wir die Kosten, die über ihre Rente und die Zahlung der Pflegeversicherung hinausgehen sowie die laufenden Kosten für die Wohnung (in der sie bis zu diesem Zeitpunkt wohnte) von Erspartem beglichen und gleichzeitig – in Absprache mit ihr – den Verkauf der Wohnung in die Wege geleitet. Gestern nun haben wir mit den Käufern den notariellen Kaufvertrag geschlossen und auch gleichzeitig das Nießbrauchsrecht im Grundbuch austragen lassen. Der Verkaufspreis wird in Kürze auf das Konto meiner Mutter eingezahlt werden.

Nun zu meiner Frage: Bei der Schenkung mussten wir keine Schenkungssteuer zahlen, da der Wert der Wohnung noch weit unter den Freibeträgen lag.

Wie sieht es jetzt aber mit Steuern für den Verkaufserlös (es wurde zum damaligen Kaufpreis kein Gewinn, sondern ein Verlust gemacht) aus: müssen wir hierauf irgendwelche Steuern zahlen ?

Muss dieser Erlös bei Erstellung der Einkommensteuererklärung für 2006 beachtet werden ?

Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort und mit freundlichem Gruß !

Eine Ratsuchende
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30.03.2006 | 19:35

Antwort

von

Rechtsanwalt Diplom-Jurist Marcus Alexander Glatzel
141 Bewertungen
Sehr geehrter Rechtssuchender,

grds müssen Sie auf den Verkaufserlös keine Steuern zahlen, da Sie diesen Ihrer Mutter auszahlen. Die Auszahlung an die Mutter könnte allerdings auch wieder als Schenkung (sog. Rückschenkung)angesehen werden, wenn Sie nicht früher spezielle vertragliche Vereinbarungen getroffen haben. Hier besteht daher Prüfungsbedarf.

Geht man also davon aus, dass Sie den Erlös Ihre Mutter schenken, müssen Sie und Ihre Mutter dies gem. § 30 Abs 2 ErbStG innerhalb von drei Monaten gegenüber dem Finanzamt anzeigen.

Da Sie Ihrer Mutter etwas schenken, liegt der Freibetrag allerdings nur bei 10.300,- EUR.Etwaig anfallende Schenkungs- steuer hat dann allerdings die Mutter als Erwerberin zu zahlen.

Es wäre auch daran zu denken, dass Sie das Geld selber behalten. U.u. fiele dann gar keine Steuer an, da § 23 EStG dem Wortlaut nach nicht Anwendung findet, da Sie die Wohnung nicht angeschafft, sondern geschenkt bekommen haben. Dies ist allerdings in Rechtsprechung und Literatur sehr umstritten und noch genauer recherchiert werden.

Gerne können Sie mich wegen einer weitergehenden Prüfung kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen

Marcus Alexander Glatzel
Rechtsanwalt

www.kanzlei-glatzel.de


Diplom-Jurist Marcus Alexander Glatzel, Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 31.03.2006 | 12:11

Sehr geehrter Herr Glatzel,

vielen Dank für die schnelle Antwort!

Zum besseren Verständnis: es soll KEINE Rückschenkung an meine Mutter erfolgen.
(Die Überweisung des Verkaufserlöses auf ihr Konto erschien uns nur im Moment als die praktischste Lösung, da ich Kontovollmacht habe und ggf. fällige Zahlungen darüber veranlassen kann und auch muss, da meine Mutter hierzu nicht mehr in der Lage ist.)

Meine Schwester und ich werden somit je die Hälfte des Geldes selber behalten.

Mal davon ausgehend, dass KEINE Steuern anfallen, da § 23 EStG dem Wortlaut nach nicht Anwendung findet, möchte ich doch noch einmal nachfragen, ob ich mit der Einkommensteuererklärung für 2006 dem Finanzamt Meldung über diesen Veräußerungserlös machen muss oder ob dieses nicht notwendig ist.

Vielen Dank !

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.04.2006 | 17:51

Sehr geehrte Rechtssuchende,

ich würde in der Steuererklärung auf einem Beiblatt formlos Mitteilung über diesen erlös machen. Erklären Sie hierbei den genauen Vorgang. Wenn Sie dann auf dem Steuerbescheid sehen sollten, dass dieses geld versteuert wurde, sollten Sie hiergegen sofort Einspruch einlegen. (Innerhalb eines Monats seit Ihnen der Bescheid zugegangen ist). Im Rahmen des Einspruchsverfahrens kann dann endgültig beispielsweise durch einen Steuerberater geklärt werden, ob dieses Geld tatsächlich zu versteuern ist, da dies in Ihrem Fall durchaus umstritten ist.

Damit entgehen Sie von vornherein dem Vorwurf Steuern zu hinterziehen und eine endgültige Prüfung könnte im Rahmen des Einspruchsverfahrens erfolgen. Mit etwas Glück, wird die Finanzamt den Erlös allerdings garnicht erst der Steuer unterwerfen.

Mit freundlichen Grüssen

Marcus Glatzel
Rechtsanwalt

ANTWORT VON
Rechtsanwalt Diplom-Jurist Marcus Alexander Glatzel
Hanau

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