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Verjährung wegen doppelter Gebühren


| 03.12.2013 11:08 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwältin Ulrike J. Schwerin



Im Jahre 2007 wurde durch meinen Anwalt eine Klage gegen den Beklagten A form-und fristgerecht eingereicht. Weitere Klagen gegen die Beklagten B und C sollten zeitlich später noch erarbeitet und eingereicht werden. Es stellte sich jedoch heraus, dass dies aus zivilprozessualen Gründen so nicht möglich ist, da die Beklagten A, B und C Gesamtschuldner mir gegenüber waren. Mithin musste im Jahre 2008 eine subjektive Klageerweiterung (Beklagte B und C) im Verfahren gegen den Beklagten A durchgeführt werden. Leider rügten die Beklagten zu B und C erfolgreich den Ort des zuständigen Gerichts. In der Folge kam es zu einer Abspaltung des Verfahrens gegen die Beklagten B und C an ein anderes Gericht. Die Rechtschutzversicherung teilte dann in 2010 endgültig mit, das es das abgespaltene Verfahren nicht finanzieren wolle und beschränkte ihre Leistungspflicht auf diejenigen Kosten, die entstanden wären, hätte es die Abspaltung nicht gegeben. Mithin hätte ich eigene Anwaltskosten, Gerichtskosten und Sachverständigenkosten für das abgespaltene Verfahren selbst tragen müssen (=Schaden). Die Kosten der Beklagten hätte die Versicherung übernommen. Das hier ein anwaltlicher Fehler eingetreten war, hat mein Anwalt selbst erkannt und dies in 2010 seiner Haftpflichtversicherung gemeldet und mir darüber Mitteilung gemacht. Zur einstweiligen Schadensbegrenzung wurde dann das abgespaltene Verfahren gegen B und C ruhend gestellt. Es mussten bislang auch keine Gerichtskosten hierfür vorverauslagt werden. Somit ist mir bisher noch kein finanzieller Schaden entstanden. Nun soll jedoch das abgespaltene Verfahren gegen B und C zurückgenommen werden. Dies hätte zur Folge, das 1/3 Gerichtskosten (ca. 2.000 EUR) von mir gezahlt werden müssten (= Schaden). Da ich meine Ansprüche gegenüber dem Anwalt geltend machen müsste, stellt sich nun die Frage der Verjährung. Verjährt mein Anspruch gegen den Anwalt nun zum 31.12.2013 (Schaden aus 2010) oder verjährt mein Anspruch erst 3 Jahre nachdem ich die 1/3 Gerichtskosten tatsächlich getragen habe (z.B. Zahlung in 12/2013 und somit Verjährung zum 31.12.2016)?

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Der Beginn der Verjährung des Haftungsanspruches ist an unterschiedlichen Punkten möglich.

Ist die Haftung des Anwalts noch unklar, kann die Verjährung auch noch nicht zu laufen beginnen.

Im vorliegenden Fall hat Ihr Anwalt den Haftungsfall bereits erkannt und auch schon seiner Versicherung gemeldet.

Sie haben auch entsprechende Kenntnis.

Damit läuft die Verjährung bereits, sodass diese auch mit Ablauf des Jahres 2013 endet.

Sie müssen daher reagieren und verjährungshemmende Maßnahmen einleiten. Das heißt, es müsste das gerichtliche Verfahren in Gang gesetzt werden.

Da noch kein konkreter Schaden entstanden ist, müsste ein Feststellungsantrag eingereicht werden.

Alternativ dazu können Sie den Anwalt bitte, auf die Einrede der Verjährung zu verzichten. Er soll Ihnen dies schriftlich bestätigen. Damit verjähren die Ansprüche auch nicht mit Jahresende.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Ulrike J. Schwerin, Rechtsanwältin
Bewertung des Fragestellers 03.12.2013 | 12:02


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