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Verjährung RA Honorar Ehegattenunterhalt


05.12.2015 13:18 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Dratwa



Im Jahr 2011 habe ich eine Anwältin in einer Ehegatten-Unterhalts-Angelegenheit beauftragt.

Am 13.12.2011 machte uns die Gegenseite ein Angebot und bat bis 24.12.2011 um Bestätigung. Daraufhin habe ich meine Anwältin kontaktiert und beauftragt dieses Angebot anzunehmen.

Sie hat dann ein Fax am 23.12.2011 an die Gegenseite gesendet und mitgeteilt, dass ich das Angebot annehme – allerdings hat sie dieses Fax-Schreiben nicht unterschrieben.

Die Gegenseite hat dann mit Schreiben 29.12.2011 (Eingangsstempel bei meiner Anwältin 02.01.2012) meine Anwältin gebeten, die Einigung der guten Ordnung halber per Postweg und mit Originalunterschrift zu bestätigen. Weiterhin teilte die Gegenseite in diesem Schreiben jedoch mit, dass anlässlich einer Besprechung mit ihrem Mandaten, dieser unabhängig davon die Nachzahlung unverzüglich veranlassen werde.

Am 07.10.2015 stellt mir nun meine Rechtsanwältin eine Rechnung – unter Berufung auf §214 Abs. 1 BGB habe ich daraufhin mit Schreiben vom 27.10.2015 von meinem Recht auf Einrede der Verjährung Gebrauch gemacht.

Nach erneutem Schriftverkehr hat die Anwältin nun einen Mahnbescheid gegen mich erlassen.

Ist diese Rechnung vom 07.10.2015 nun verjährt und ist das Fax-Schreiben 23.12.2011 von ihr (auch ohne Unterschrift) als letzte Handlung zu sehen? Sie hat meinen Auftrag auf jeden Fall nicht korrekt abgewickelt und durch die fehlende Unterschrift auch riskiert das die Gegenseite vom Angebot zurücktritt.

Kann ich hiergegen vorgehen oder soll ich die angebotene Ratenzahlung doch akzeptieren?
Sehr geehrte Ratsuchende,


zunächst vielen Dank für Ihre Frage.

Nach § 199 Abs. 1 Nr. 1 BGB beginnt die regelmäßige Verjährungsfrist von 3 Jahren dann zu laufen, wann der Anspruch entstanden, mithin fällig ist. Und diesen Zeitpunkt wird man leider nicht auf die Tätigkeit ihrer Anwältin im Dezember 2011 legen können, sondern erst auf einen Zeitpunkt im Januar 2012. Zudem steht der Anwältin auch ein gewisser Zeitraum zu, indem sie ihre Abrechnung vornehmen kann.

Mithin ist die Forderung nicht verjährt, sie sollten sich daher auf eine Ratenzahlung einlassen.



Mit freundlichem Gruß

Peter Dratwa
Rechtsanwalt
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