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Verjährung - Mutter bediente sich am Sparbuch des Kindes


30.12.2004 11:18 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Meine Mutter verließ Anfang 1998 - ich war 15 Jahre alt - unsere Familie über Nacht. Dabei hatte Sie sämtliche Papiere der Familie mitgenommen. Einige Wochen später konnte mein Vater diese aber wieder bekommen.

Bei der Durchsicht der zurückerlangten Unterlagen - etwa Mai 1998 - fand ich auch mein Sparbuch, auf das u.a. Geldgeschenke meiner Großeltern eingezahlt wurden.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ausschließlich meine Mutter Zugriff auf das Sparbuch, das zudem durch ein nur ihr bekanntes Paßwort geschützt war.

Ich stellte fest, dass meine Mutter Anfang der 90er Jahre mehrfach Geld von meinem Sparbuch abgehoben hatte, augenscheinlich um damit ihren Führerschein zu finanzieren.

Rechtliche Schritte zur Zurückerlangung meines Geldes habe ich bisher nicht unternommen, da der - immer noch laufende und nervenaufreibende - Scheidungsprozess meiner Eltern dadurch nicht zusätzlich belastet werden soll.

Als ich meine Mutter bei einem Treffen vor einigen Wochen auf das Geld angesprochen hatte, meinte sie, es ja schließlich ihr Geld gewesen.

Aufgeschreckt durch die neuen Verjährungsfristen stellt sich mir die Frage, ob mein Anspruch auf das Geld selbst am 31.12.04 verjährt, oder ob nur ein Anspruch auf Folgeschaden (Verzinsung) verjährt, bzw. wann mein Anspruch überhaupt verjährt.

Als mittlerweile arme Studentin ohne elterlichen Unterhalt würde mir dieses Geld doch ziemlich helfen, mein Studium weiterführen zu können.

Danke.
Sehr geehrte Anfragende,

solange Sie noch Minderjährig waren, dürfte die Verjährung der Ansprüche gegen Ihre Mutter gehemmt gewesen sein. Wenn Sie 1998 15 Jahre alt waren, dann sind Sie 2001 volljährig geworden.

Spätestens in diesem Jahr hat die Verjährung angefangen zu laufen. Sie endet daher drei Jahre später (2002,2003,2004); mithin am 31.12.2004.

Da Ihre Mutter bereits zu Verstehen gegeben hat, dass sie das Geld nicht freiwillig zahlen wird, müssten Sie bis zum 31.12.2004 den Anspruch bei Gericht geltend machen, um den Verjährungseintritt zu verhindern.

Im übrigen sollten Sie darüber nachdenken, ob Sie nicht Unterhaltsansprüche gegen Ihre Eltern haben. Sofern das Studium Ihre erste Ausbildung ist, steht Ihnen Unterhalt zu. Diesen könnten Sie ggf. auch gerichtlich durchsetzen.

Mit freundlichen Grüßen
Kai Breuning
- Rechtsanwalt -

Nachfrage vom Fragesteller 30.12.2004 | 12:12

Geht das nicht nach §852 mit entsprechend längerer Verjährung? Dort steht etwas von 10 Jahren.

Danke

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 30.12.2004 | 13:56

§ 852 BGB setzt zunächst eine unerlaubte Handlung i.S. des § 823 ff. voraus. Hier scheint mir - wenn überhaupt - nur Unterschlagung bzw. Veruntreuung einschlägig zu sein.

Und selbst dann richtet sich die nach § 852 unverjährte Forderung nur nach Bereicherungsrecht. Danach muss der Täter nur das Herausgeben, was er noch hat. Wenn er den Betrag jedoch für Luxusaufwendungen verbraucht hat (z.B. teure Jacke gekauft; Urlaub gemacht etc.), dann kann er u.U. wirksam Entreicherung einwenden. Hier würde Ihnen nur Bösgläubigkeit i.S. des § 819 weiterhelfen. Dazu müsste der Täter gewusst haben, dass er den Betrag nicht behalten durfte.

Ihre Mutter hat sich schon rhetorisch auf den Standpunkt gestellt, dass dies nicht der Fall sei. Ob dieser Standpunkt haltbar ist, kann im Rahmen dieses Mediums nicht sicher beurteilt werden.

Da aus anwaltlicher Sicht immer der sicherste Weg zu wählen ist, kann ich Ihnen keinen anderen Weg empfehlen.

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