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Verfahrensregeln beim Ableben eines Onkels


| 23.11.2004 18:50 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Ich habe einen 94-jährigen Onkel. Dieser hat außer mir und meiner Cousine keine leiblichen Verwandten mehr. Er lebt in einem großen Haus und wird betreut von seiner Lebensgefährtin und 4 Angestellten. - Der inzwischen geistig abgebaute Onkel ist voll unter Kontrolle seiner Angestellten, die alle Hausschlüssel besitzen.

Ich hatte immer eine gute Beziehung zu ihm, aber über Erschaftsangelegenheiten wollte er nie sprechen. - Sein umfangreiches Testament liegt bei einem Notar, der vermutlich auch die Testamentsvollstreckung durchführen soll.

Fragen:

1. Was wäre die korrekte Vorgehensweise beim Ableben meines Onkels? Müsste z.B. das Haus (wie auch seine weiteren Immobilien) bis zur Tesatamentseröffnung amtlich versiegelt werden?

2. Habe ich - unabhängig vom Inhalt des Testamentes - als Verwandter ein Recht zum Einblick in das gesamte Testament und ein Recht zum Zutritt in das Haus (meiner Großeltern)?

3. Wer kontrolliert eigentlich den Testamentsvollstrecker und dessen Helfer? - Der umfangreiche Besitz könnte leicht zu Unterschlagungen verführen, zumal der Notar sicherlich nicht mehrere Hausauflösungen persönlich durchführen bzw. überwachen kann.

23.11.2004 | 19:21

Antwort

von


2 Bewertungen
Sehr geehrter Fragesteller,

im Erbfalle könnten Sie als nächster Verwandter grundsätzlich einen gemeinschaftlichen Erbschein (auch zugunsten Ihrer Cousine)beantragen. Sofern Sie vermuten oder wissen, dass ein Testament vorliegt oder hinterlegt ist, müssen Sie dieses bei der Beantragung des Erbscheines angeben.

Zu einer Versiegelung der Immobilien kommt es grundsätzlich nicht. Sie sollten als vermeintlicher Erbe darauf achten, dass niemand unberechtigt von der Erbmasse etwas entfernt. Dies würde selbtsverständlich strafrechtlich sanktioniert werden.

Für die Sicherung des Nachlasses hat grundsätzlich das Nachlassgericht Sorge zu tragen (§ 19060 BGB). Örtlich zuständig ist grundsätzlich das Nachlassgericht am letzten Wohnsitz des Verstorbenen (§§ 73 ff. FGG). Stellt das Nachlassgericht einen aktuellen Sicherungsbedarf fest, wird es umgehend einen Nachlasspfleger bestellen (dies gilt insbesondere dann, wenn der Erbe unbekannt ist).

Besteht Streit über die Aufteilung des Erbes kann das Nachlassgericht bis zur Klärung des Streitfalles auch Siegel anbringen.

Im Todesfall sollten Sie daher umgehend entsprechende Sicherungsmaßnahmen beim Nachlaßgericht beantragen, wenn der Verdacht besteht, das Vermögenswerte Beiseite geschhafft werden.

Das Nachlaßgericht wird Sie informieren, wenn Sie vom Erbe ausgeschlossen sind. Einen grundsätzlichen Anspruch, das Haus zu betreten, haben Sie zunächst nicht.

Der Testamentsvollstrecker muß den Erben gegenüber Rechenschaft ablegen, d.h. er muß in nachvollziehbarer Weise über seine Arbeit berichten und insbesondere abrechnen. Sofern Unregelmäßigkeiten auftauchen, haftet der Testamentsvollstrecker persönlich.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort weiter geholfen zu haben und stehe für eine weitergehende Beratung selbstverständlich gerne zur Verfügung.


Michael Wieck
Rechtsanwalt


Anwaltskanzlei
Wieck Zimmermann & Koll.
Lavesstr. 79
30159 Hannover

Tel.: 0511-3577106
Fax: 0511-35771071







Nachfrage vom Fragesteller 29.11.2004 | 15:58

Habe ich (unabhängig vom Inhalt des Testaments) Recht zum Einblick in das gesamte Testament?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.12.2004 | 11:54

Nein.

MfG

Michael Wieck
Rechtsanwalt

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Hannover

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