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Verdacht auf Veruntreuung von Firmengeldern


03.11.2014 21:40 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth



Person A und Person B gehoert eine Firma, die zur Zeit abgewickelt wird, weil beide in Rente gehen wollen. Person B hat in den vergangenen zwei Jahren die Maschinen, die der Firma gehoerten, verkauft (teilweise in bar, so dass keine Rechnungen vorliegen). Nach Aussage von Person A sind durch den Verkauf der Maschinen ca. 200.000 Euro zusammengekommen. Der Anwalt, der die Abwicklung der Firma betreut, hat bislang ca. 50.000 Euro erhalten. Die restlichen 150.000 Euro sind noch nicht auf das Anwaltskonto eingegangen. Person B behauptet, dass von dem Geld nichts mehr da ist, weil laufende Kosten (Strom, etc) davon bezahlt werden mussten. Er weigert sich jedoch bislang, eine Aufstellung der Einnahmen/Ausgaben zu erstellen und dem Anwalt und Person A mitzuteilen, mit der Begruendung, dass er sich gesundheitlich nicht dazu imstande fuehle bzw. dass fuer die Aufstellung der Kosten der Steuerberater zustaendig waere (klingt mir sehr nach Ausfluechten, aber ich kann das nicht objektiv beurteilen).

Person A hat denke ich ein Recht darauf, zu erfahren, was mit dem Geld aus dem Verkauf der Maschinen passiert ist. Wie sollte Person A am besten vorgehen? Eine Mahnung schreiben? Eine Strafanzeige gegen Person B stellen? Zum Gewerbeaufsichtsamt gehen?

Vielen Dank im voraus fuer die Beantwortung der Frage.

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Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte:

Person A sollte der Person B schriftlich eine Frist setzen, um über die Einnahmen und Ausgaben Rechenschaft abzulegen.
Diese Pflicht ergibt sich insoweit aus § 259 BGB. Die Frist sollte 14 Tage umfassen.
Für den Fall, dass diese Frist nicht eingehalten wird, sollte Person B klargemacht werden, dass sie mit Weiterungen zu rechnen hat und der Anspruch notfalls auch gerichtlich durchgesetzt werden wird.


Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.


Mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt und zertifizierter Testamentsvollstrecker -
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