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Verdacht Verstoß gegen Waffengesetz


12.01.2007 08:59 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth


| in unter 1 Stunde

Mein Sohn hat eine Vorladung zur polizeilichen Vernehmung als Beschuldigter wegen Verdacht Verstoß gegen Waffengesetz bekommen.
Ich habe ihm geraten, nicht hinzugehen. Schließlich will die Polizei was.
Wir haben überlegt, wer ihm was "anhängen" will. Es gibt da sogenannte ehemalige Freunde.
Richtig ist nur, daß mein Sohn eine Soft Air besitzt. Er ist auch volljährig, unter 21 Jahre alt.
Der Besitz einer Soft Air ist nicht strafbar, erst das Führen dieser, wobei da das griffbereite Führen mit Munition (Plastekugeln) zu verstehen ist, soweit ich weiß.
Zum anderen ging die Ladung an sein Elternhaus.Er wohnt schon lange nicht mehr bei uns, ist nur am Wochenende besuchsweise da. Hunderte km entfernt wohnt er.
Meine Überlegung: Was passiert bei Null-Reaktion? Oder sollte man schriftlich mitteilen, ich versichere, keinen Verstoß gegen das Waffengesetz getan zu haben? Dies natürlich nur mit Angabe des Aktenzeichens, es ist doch bezeichnend, daß noch nicht mal die Anschrift richtig ist. Die Anzeige ist von 2007, da war unser Sohn noch gar nicht zu Hause.
Trifft nicht Ihr Problem? Wir haben 22 weitere Antworten zum Thema:
12.01.2007 | 09:29

Antwort

von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth
725 Bewertungen
Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:

Im Geltungsbereich deutscher Gesetze werden Airsoftwaffen in drei waffenrechtliche Gruppen eingeteilt. Grundsätzlich gilt, dass Airsoftwaffen nicht waffenbesitzkartenpflichtig sind.

1.

Airsoft-Waffen mit einer Geschossenergie von mehr als 0,5 Joule bis maximal 7,5 Joule sind ab 18 Jahren frei verkäuflich. Diese müssen mit einem "F" in einem Fünfeck gekennzeichnet, d. h. bei einem Beschussamt getestet worden sein. Auf diese Weise gekennzeichnete Airsoftwaffen sind rechtlich gesehen Schusswaffen und bedürfen eines Waffenscheines, wenn sie schussbereit geführt werden sollen.

2.

Airsoftwaffen, die eine Geschossenergie von weniger als 0,5 Joule aufweisen, unterliegen nach dem Feststellungsbescheid des Bundeskriminalamts vom 18. Juni 2004 (veröffentlicht im Bundesanzeiger Nr. 122 vom 03.07.2005, sa. [1]) nicht dem Waffengesetz, wenn es sich um Spielzeugwaffen im Sinne der Richtline 88/378/EWG handelt.

3.

Airsoftwaffen die eine Geschossenergie von weniger als 0,08 Joule aufweisen, sind jugendfrei bzw. ab drei Jahren frei erhältlich.

Ich kann von hier aus nicht beurteilen, um was für eine Waffe es sich in dem Fall Ihres Sohnes handelt.
Insoweit ist es empfehlenswert einen Strafverteidiger vor Ort mit der Verteidigung Ihres Sohnes zu beauftragen, der Akteneinsicht nehmen kann und so bewerten kann, ob eine Straftat im Sinne des Waffengesetzes gegeben ist.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.
Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Einstweilen verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt -

Hamburg 2006
info@kanzlei-roth.de




Nachfrage vom Fragesteller 12.01.2007 | 09:55

Es handelt sich um eine Waffe mit "F". Doch darum geht es gar nicht, denn mein Sohn ist schon lange 18, der Erwerb war auch erst nach 18, und er hat diese Waffe nicht schussbereit geführt.
Hier will jemand einfach nur Ärger machen. Das äußert sich ja auch schon in dem Vorwort Verdacht, wenn es eindeutig wäre, würde es heißen, Verstoß gegen Waffengesetz, ganz abgesehen davon, daß man eine Airsoft meist nicht so einfach von einer richtigen Waffe unterscheiden kann.
Ist es sinnvoll sich nicht zu melden oder schriftlich Stellung zu nehmen, wie oben beschrieben?
Nur das interessiert mich.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.01.2007 | 10:10

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Wenn Ihr Sohn die Airsoftwaffe in der Öffentlichkeit weder zugriffs- noch schussbereit mitführt bedarf es auch keines Waffenscheines, so dass ein Verstoß gegen das Waffengesetz nicht vorliegt.

Um die Ermittlungen der Strafverfolgungsbehörden zu beschleunigen ist es daher sinnvoll, dass Ihr Sohn sich in der oben beschriebenen Weise einlässt.
Wenn Ihrem Sohn keine anderen Handlungsweisen nachzuweisen sind, dürfte das Ermittlungsverfahren mangels Vorliegens einer strafbaren Handlung nach § 170 II StPO eingestellt werden.


Mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt -

ANTWORT VON
Rechtsanwalt Karlheinz Roth
Hamburg

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