Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
141.964 Fragen, 59.630 Anwaltsbewertungen
450.626
Registrierte
Nutzer
businessandmore.de Anwalt? Hier lang  | 

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Vaterschaft für "fremdes" Kind?


24.10.2004 00:13 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von



Wenn eine verheiratete Frau innerhalb einer Ehe schwanger wird von einem fremden Mann, wäre der Ehemann dann in jedem Fall der gesetzliche Vater, wenn die Frau den Namen des wahren Vaters nicht angibt und auch keiner Unterhalt bezahlt ?
Die Ehe ist geschieden worden - das Kind ist also rückblickend gesehen - im sogenannten Trennungsjahr gezeugt und nach der Scheidung geboren worden. Gibt es da eine zeitliche Frist für Anfechtungen, bzw. wie lange darf die Frau maximal vor der Scheidung schwanger gewesen sein, damit der damalige Ehemann noch als Vater gelten würde?
24.10.2004 | 11:05

Antwort

von


162 Bewertungen
Sehr geehrter Fragender,

Sie müssen in Ihren Fall die Vaterschaft anfechten. Dies sollten Sie unter anwaltlicher Hilfe tun und sich auch durch Ihn beraten lassen.

Die Anfechtung der Vaterschaft ist nur bei einer auf Ehe der Mutter oder auf Anerkennung begründeten Vaterschaft möglich (§ 1599 I BGB). Das Recht zur Anfechtung der Vaterschaft haben nach § 1600 I BGB: der (juristische) Vater, die Mutter und das Kind.

Die Anfechtung ist nicht ohne weiteres zulässig. Sie setzt voraus, daß der Anfechtende Gründe für Zweifel an der Vaterschaft hat (sog. Verdachtsgründe,).
Verdachtsgründe sind vor allem z.B. konkrete Anhaltspunkte für einen Mehrverkehr der Mutter, oder andere Umstände, die eine Abstammung unwahrscheinlich erscheinen lassen, wie z.B. wenn sonst eine anormale Tragezeit bei normaler Entwicklung des Säuglings angenommen werden müßte oder das Kind eindeutige Erbmerkmale aufweist, die von keinem der Eltern stammen können (fremde Hautfarbe o.ä.).

Wer die Anfechtungsklage erhebt, muß anhand konkreter Tatsachen darlegen können, weshalb er der Auffassung ist, daß die bestehende Vaterschaft nicht der biologischen Wahrheit entspricht. Es reicht nicht, daß er nur eine Vermutung äußert.

Dazu gibt es eine zweijährige Frist (!). Ist diese Frist versäumt, gibt es keine Möglichkeit mehr.
Diese Frist begint dann, wenn der angebliche Vater von Umständen erfahre, die zumindest Zweifel an seiner Vaterschaft aufkommen ließen. Und das ist z.B. der Tag, wenn Ihnen Ihre Frau ihr Liebesverhältnis gebeichtet hat. Denn dann auch Ihnen als medizinischen Laien klar sein, dass die eigene Vaterschaft nicht feststeht. Dass ihm seine Frau das Gegenteil beteuert habe, ändere daran nichts.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Wille
Rechtsanwalt
----------------------------------
Rechtsanwalt Klaus Wille
Breite Str. 147 - 151
50667 Köln
Telefon: 0221/ 272 4745
www.anwalt-wille.de
anwalt@anwalt-wille.de


Rechtsanwalt Klaus Wille
Fachanwalt für Familienrecht

ANTWORT VON

Köln

162 Bewertungen
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht, Fachanwalt Familienrecht, Kindschaftsrecht, Familienrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 53814 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,4/5,0
Viele rechtliche Hintergründe haben wir schon selbst im Voraus klären können. Dennoch erfolgte eine sehr schnelle Beantwortung, die leider nur unsere Befürchtung unterstrich ... ...
5,0/5,0
Gut erklärt.Besten Dank. ...
5,0/5,0
Die Bewertung von Herrn Raab ist absolut TOP, und zwar aus 2 Gründen: 1.) Sehr rasche Beantwortung inkl. der Nachfrage innerhalb weniger als einem Tag. 2.) prägnante, klare ... ...