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Vaterschaft für 'fremdes' Kind?


24.10.2004 00:13 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Klaus Wille



Wenn eine verheiratete Frau innerhalb einer Ehe schwanger wird von einem fremden Mann, wäre der Ehemann dann in jedem Fall der gesetzliche Vater, wenn die Frau den Namen des wahren Vaters nicht angibt und auch keiner Unterhalt bezahlt ?
Die Ehe ist geschieden worden - das Kind ist also rückblickend gesehen - im sogenannten Trennungsjahr gezeugt und nach der Scheidung geboren worden. Gibt es da eine zeitliche Frist für Anfechtungen, bzw. wie lange darf die Frau maximal vor der Scheidung schwanger gewesen sein, damit der damalige Ehemann noch als Vater gelten würde?

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Sehr geehrter Fragender,

Sie müssen in Ihren Fall die Vaterschaft anfechten. Dies sollten Sie unter anwaltlicher Hilfe tun und sich auch durch Ihn beraten lassen.

Die Anfechtung der Vaterschaft ist nur bei einer auf Ehe der Mutter oder auf Anerkennung begründeten Vaterschaft möglich (§ 1599 I BGB). Das Recht zur Anfechtung der Vaterschaft haben nach § 1600 I BGB: der (juristische) Vater, die Mutter und das Kind.

Die Anfechtung ist nicht ohne weiteres zulässig. Sie setzt voraus, daß der Anfechtende Gründe für Zweifel an der Vaterschaft hat (sog. Verdachtsgründe,).
Verdachtsgründe sind vor allem z.B. konkrete Anhaltspunkte für einen Mehrverkehr der Mutter, oder andere Umstände, die eine Abstammung unwahrscheinlich erscheinen lassen, wie z.B. wenn sonst eine anormale Tragezeit bei normaler Entwicklung des Säuglings angenommen werden müßte oder das Kind eindeutige Erbmerkmale aufweist, die von keinem der Eltern stammen können (fremde Hautfarbe o.ä.).

Wer die Anfechtungsklage erhebt, muß anhand konkreter Tatsachen darlegen können, weshalb er der Auffassung ist, daß die bestehende Vaterschaft nicht der biologischen Wahrheit entspricht. Es reicht nicht, daß er nur eine Vermutung äußert.

Dazu gibt es eine zweijährige Frist (!). Ist diese Frist versäumt, gibt es keine Möglichkeit mehr.
Diese Frist begint dann, wenn der angebliche Vater von Umständen erfahre, die zumindest Zweifel an seiner Vaterschaft aufkommen ließen. Und das ist z.B. der Tag, wenn Ihnen Ihre Frau ihr Liebesverhältnis gebeichtet hat. Denn dann auch Ihnen als medizinischen Laien klar sein, dass die eigene Vaterschaft nicht feststeht. Dass ihm seine Frau das Gegenteil beteuert habe, ändere daran nichts.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Wille
Rechtsanwalt
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