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Urlaubsanspruch nach Wechsel des Arbeitgebers


| 05.12.2013 12:50 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Raphael Fork


Zusammenfassung: Ausbildungsende, Urlaubsbescheinigung und Urlaubsanspruch bei Wechsel des Arbeitgebers innerhalb desselbsen Kalenderjahres.


Hallo!
Frau V hat vom 15. Januar 2010 bis zum 14. Januar 2013 eine Ausbildung bei der Firma D absolviert. Vom 15. Januar 2013 bis zum 14. April 20013 war sie arbeitslos und seit dem 15. April 2013 arbeitet sie bei Firma G. Sie ist der Meinung, dass ihr nach dem Bundesurlaubsgesetz der volle Jahresurlaub zusteht, da die Wartezeit von 6 Monaten im Oktober abgelaufen ist und sie immer noch bei der Firma beschäftigt ist. Ihr Chef ist allerdings der Meinung, dass ihr nur anteilig Urlaub von April bis Dezember zusteht. Sein Steuerberater meint dazu, dass der volle Jahresanspruch nur besteht, wenn Frau V eine Urlaubsbescheinigung der Firma D vorlegt. Frau V. hat daraufhin eine solche Bescheinigung bei der Firma D angefordert und ihrem Chef dies mitgeteilt. Dieser meinte daraufhin, dass diese Regelung nicht auf Frau V zutrifft, da diese nur bis Januar beschäftigt war. Frau V fragt sich jetzt, wer Recht hat und ob ihr der volle Jahresurlaub zusteht und möchte außerdem wissen, welchen Paragrafen sie als Beweis nennen kann, falls sie Recht hat.
Vielen Dank im Voraus!

Einsatz editiert am 05.12.2013 12:53:26

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, welche ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes im Rahmen einer ersten rechtlichen Einschätzung wie folgt beantworte:




Frage 1:
"Frau V fragt sich jetzt, wer Recht hat und ob ihr der volle Jahresurlaub zusteht und möchte außerdem wissen, welchen Paragrafen sie als Beweis nennen kann, falls sie Recht hat."



Recht hat nach Ihrer Schilderung der Steuerberater.

Bei Ausbildungsende war gem. § 6 II BUrlG (Mindesturlaubsgesetz für Arbeitnehmer) vom Ausbildungsbetrieb eine Urlaubsbescheinigung zu erteilen.

Dass die Ausbildung im Januar beendet wurde, spielt keine Rolle. Wesentlich ist allein die Frage, ob im Kalenderjahr 2013 vom Ausbildungsbetrieb Urlaub gewährt worden ist.

Ist dies der Fall, wird der gewährte Urlaub vom neuen Arbeitgeber gem. § 6 I BUrlG abgegolten.

Ist dies nicht der Fall, ist der volle Urlaubsanspruch entstanden, §§ 4, 5 I c (Umkehrschluss) BUrlG.





Bedenken Sie bitte, dass jede Ergänzung des Sachverhalts zu einer veränderten rechtlichen Beurteilung führen kann.

Ich stehe Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion sowie gegebenenfalls für eine weitere Interessenwahrnehmung gern zur Verfügung.

Nachfrage vom Fragesteller 05.12.2013 | 14:12

Hallo! Vielen Dank für Ihre Antwort, die mir schon mal sehr hilft. Eine letzte wichtige Frage habe ich noch: Ich hatte dieses Jahr in meiner Ausbildung im Januar nur einen Urlaubstag. Wenn ich meinem Arbeitgeber nächste Woche eine Urlaubsbescheinigung meines Ausbildungsbetriebes mit diesem einen Tag vorlege, muss er mir dann den vollen Jahresanspruch (= 26 Tage/Jahr) minus diesen einen Tag geben? Also stehen mir dann 25 Tage zu? Vielen herzlichen Dank!!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.12.2013 | 14:43

Nachfrage 1:
"Also stehen mir dann 25 Tage zu?"


Genau so sieht es im Grundsatz aus, wenn hier keine abweichende vertragliche Regelung besteht.

Bei der tatsächlichen Gewährung von nur einem Urlaubstag ergeben sich auch keine Probleme, wenn die Höhe der erworbenen Urlaubsansprüche unterschiedlich sind.

Ergänzung vom Anwalt 05.12.2013 | 13:37

Nur noch zur Klarstellung:

Den vollen Urlaubsanspruch gegen den neuen Arbeitgeber haben Sie natürlich auch in der ersten Variante. Hier wird dann nur von dem vollen Urlaubsanspruch der möglicherweise gewährte Teilurlaub ( bezogen auf den Ausbildungsbetrieb) in Abzug gebracht.
Bewertung des Fragestellers 20.12.2013 | 21:08


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