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Urlaubsanspruch bei Kündigung, unter Berücksichtigung von Krankschreibung


| 07.12.2009 12:03 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Lars Liedtke



Sehr geehrte Anwälte,

ich bin bis Ende des Jahres krankgeschrieben. Mein Jahresurlaub beträgt 24 Tage, habe davon erst 5 Tage in Anspruch genommen. Nun
werde ich mich demnächst mit meinem Arbeitgeber zusammen setzen,
um über die Beendigung des Arbeitsverhältnisses zu sprechen, da eine Weiterbeschäftigung nicht mehr möglich ist. Kann mein Arbeitgeber, obwohl ich bis zum 31.12.2009 krankgeschrieben bin, meinen Urlaub in die Kündigungsfrist einbeziehen oder muss er mir den Resturlaub von 19 Tagen voll bezahlen. Die Kündigungsfrist in dieser Firma beträgt 14 Tage. Ich denke, bei einer Einigung muss die Kündigung vom Arbeitgeber ausgehen, um evtl. Nachteile zu vermeiden.


Mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Zunächst möchte ich darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich die Funktion hat, Ihnen einen ersten Überblick über die Rechtslage zu geben. Eine persönliche Beratung/Vertretung kann und soll hierdurch nicht ersetzt werden. Hinzufügen oder Weglassen wesentlicher Tatsachen kann zu einer anderen Beurteilung des Falles führen. Unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsangaben und des von Ihnen gebotenen Einsatzes beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Ihnen zustehende Urlaubstage, die Sie bislang nicht genommen haben, sind finanziell abzugelten, wenn das Arbeitsverhältnis endet, § 7 IV BUrlG.

Sollte das Arbeitsverhältnis gekündigt werden, dürfen für den Ablauf der Kündigungsfrist keine Urlaubstage in Abzug gebracht werden, an denen Sie krankgeschrieben waren, die Krankheit also durch ärztliches Attest nachgewiesen ist, § 9 BUrlG.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick über die Rechtslage gegeben zu haben.

Nachfrage vom Fragesteller 09.12.2009 | 14:31


Sehr geehrter Herr Anwalt,

eine Frage habe ich noch zum Thema "Urlaubsanspruch".
Seit über 4 Jahren bin ich in der o.a. Firma beschäftigt.
Ich bin 48 Jahre alt. Ist es dann nicht gesetzlich so geregelt, dass mir 28 Tage Urlaub im Jahr zustehen? Oder hat der Arbeitgeber das Recht, sich auf 24 Tage bei Teilzeit zu beschränken?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.12.2009 | 14:50

Sehr geehrte Fragestellerin,

der gesetzliche Mindesturlaub beträgt gem. § 3 I BUrlG 24 Werktage, ausgehend von einer 6-Tage-Woche. Bei einer 5-Tage-Woche besteht daher ein Anspruch auf 20 Werktagen Urlaub. Bei Teilzeitarbeit ist der Urlaubsanspruch wegen des Gleichbehandlungsgrundsatzes verhältnismäßig herabzusetzen, wobei es aber darauf ankäme, an wieviel Tagen pro Woche Sie arbeiten müssten. Müssten Sie an drei Tagen in der Woche arbeiten, hätten Sie daher einen gesetzlichen Urlaubsanspruch von 12 Werktagen im Jahr. Der gesetzliche Urlaubsanspruch ist ferner altersunabhängig.

Von diesen gesetzlichen Vorgaben darf durch Individualarbeitsvertrag oder durch Tarifvertrag zu Gunsten des Arbeitnehmers abgewichen werden, wovon häufig Gerbauch gemacht wird.

Mit freundlichen Grüßen

Lars Liedtke
Rechtsanwalt

P.S.: Mir ist rätselhaft, wieso Sie die Ausführlichkeit meiner Antwort kritisieren und mich nicht weiterempfehlen, bevor Sie die Ihnen zustehende Nachfragefunktion genutzt haben.

Bewertung des Fragestellers 09.12.2009 | 14:09


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Stellungnahme vom Anwalt:
Wenn für den Mindesteinsatz von 20 € mit der Nachfrage zusammen 3 Fragen gestellt werden, versteht es sich von selbst, dass die hierauf erteilten Antworten kurz formuliert werden. Dennoch ist die Ausführlichkeit dann nicht zu kritisieren. Bei einem angemessenen Einsatz sähe dies anders aus.
FRAGESTELLER 09.12.2009 3,2/5.0
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