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Urlaubsanspruch bei Eintritt in Regelaltersrente mit 63


| 19.05.2016 17:32 |
Preis: 51,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jan Wilking



Ich werde am 01.08.2016 die Regelaltersrente mit 63 und 45 Versicherungsjahren in Anspruch nehmen. Lt. Arbeitsvertrag habe ich einen Jahresurlaub von 30 Tagen. Darüberhinaus wird ein Tag Zusatzurlaub für Wechselschicht und Schichtarbeit gewährt, welcher lt. Tarifvertrag (Zusatzvereinbarung) immer im Folgejahr gutgeschrieben wird.
Ich habe also 2015 diesen Tag Zusatzurlaub erarbeitet und bin der Meinung, dass dieser
zusätzlich zum gesetzlichen Mindesturlaub gewährt werden muß so daß ich einen Urlaubsanspruch von 21 Tagen haben müßte. Meine Firma rechnet jedoch 30 Tage + 1 Tag Zusatzurlaub = 31 Tage Jahresurlaub, ergibt einen anteiligen Urlaub von 18,08 Tage also einen Anspruch auf gesetzlichen Mindesturlaub von 20 Tagen. Bei dieser Rechnung würde mir der bereits im Jahr 2015 erarbeiteter Zusatzurlaub verloren gehen.
Steht mir wirklich nur der gesetzliche Mindesturlaub zu oder muß mir der Zusatzurlaub zusätzlich zum gesetzlichen Mindesturlaub gewährt werden?
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ich unterstelle zunächst, dass Ihr Arbeits- oder ein anwendbarer Tarifvertrag eine sogenannte „pro rata temporis"-Regelung (anteilmäßige Kürzung bei unterjähriger Beendigung des Arbeitsverhältnisses) enthält, denn ansonsten hätten Sie bei einer Beendigung im zweiten Halbjahr Anspruch auf den gesamten Jahresurlaub.

Ich teile Ihre Ansicht, dass der Zusatzurlaub nicht der Kürzungsregel unterfällt und daher zusätzlich zum Mindesturlaub gewährt werden muss. Denn der Zusatzurlaub knüpft an Ihre zusätzliche Arbeit und Belastung im Vorjahr an und soll hierfür einen Ausgleich gewähren. Das Vorjahr haben Sie aber voll durchgearbeitet, sodass eine Kürzung wegen unterjähriger Beendigung in dem nachfolgenden Jahr grundsätzlich nicht in Betracht kommt. Wenn in der Zusatzvereinbarung nicht ausdrücklich eine hiervon abweichende Regelung getroffen wurde, sollten Sie auf den Zusatzurlaub zusätzlich zum Mindesturlaub bestehen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Bewertung des Fragestellers 20.05.2016 | 19:12


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