Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
472.271
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Urlaubsabgeltungsanspruch nach Kündigung in der 2.Jahreshälfte


| 05.12.2011 22:33 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Dratwa



Sehr geehrte Damen und Herren,

nach 2 Wochen Krankheit bin ich gekündigt worden. Die Kündigung wurde zum 31.10.2011 ausgeprochen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch 13 Tage Urlaub bis 31.12.2011. (Laut Arbeitsvertrag habe ich 28 Tage Jahresurlaub) Meine Frage lautet: Habe ich Anspruch auf die vollen 13 Tage oder nur einen Teilanspruch. Meine Beschäftigungsdauer waren 5 Jahre. Desweiteren möchte ich gern wissen, wie der Abgeltungsanspruch berechnet wird. Durch meine Krankheit konnte ich den Urlaub ja nicht mehr antreten) Ich habe ein gleichbleibendes, monatliches Gehalt bezogen. Mein Arbeitgeber meint, dass er einfach 30 Tage (1 voller Monat) nimmt und dann durch 10 teilt, weil ich noch 8 Tage Teilanspruch habe und diese durch ein Wochenende getrennt sind. Ich muss dazu erwähnen, dass ich eine 5 Tage-Woche hatte. (Keine Wochenendarbeit). Gilt hier nicht die Berechnungsformel: 13 Wochen Gehalt durch 65 Tage mal Anzahl der Urlaubstage, die mir noch zustehen? Oder ist die Berechnung bei gleichbleibendem Gehalt anders? Wie wird der Entgeltanspruch vesteuert? (Steuerklasse 2) Es wäre schön, eine genaue Antwort zu bekommen. Vielen Dank im Voraus.

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte Fragestellerin,

zunächst bedanke ich mich für Ihre Anfragen, die ich wie folgt beantworte:

Zu Frage 1: Habe ich Anspruch auf die vollen 13 Tage oder nur einen Teilanspruch. Meine Beschäftigungsdauer waren 5 Jahre.

Sie haben nach § 4 BurlG Anspruch auf vollen Urlaub, da die Wartezeit von sechs Monaten bereits seit langem erfüllt ist. Ist die Wartezeit erfüllt, dann hat der Arbeitnehmer Anspruch auf vollen Jahresurlaub, auch wenn das Arbeitsverhältnis, wie in Ihrem Fall, nicht während des ganzen Jahres bestanden hat.

Demzufolge haben Sie Anspruch auf die vollen 13 Urlaubstage.

Zu Frage 2: Desweiteren möchte ich gern wissen, wie der Abgeltungsanspruch berechnet wird.

Die Höhe des Abgeltungsanspruchs entspricht dem nach § 11 Abs. 1 Satz 1 BUrlG zu berechnenden Urlaubsentgelt. Hierbei wird der durchschnittliche Arbeitsverdienst, also in Ihrem Fall das Gehalt, der letzten 13 Wochen vor dem Ende des Arbeitsverhältnisses in Ansatz gesetzt. Wenn der Arbeitnehmer, wie in Ihrem Fall den Urlaub aufgrund der Kündigung des Arbeitgebers nicht mehr vor dem Ausscheiden aus dem Arbeitsverhältnis nehmen kann, dann hat er einen Anspruch auf Urlaubsabgeltung gem. § 7 Abs. 4 BurlG. Das Urlausentgelt berechnet sich nach § 11 Abs. 1 Satz 1 BUrlG. Bei einer Arbeitszeit von 5 Tagen in der Woche beträgt der Divisor 65 in Anlehnung an § 3 Abs. 2 BUrlG ( Dörner in Erfurter Kommentar zum Arbeitsrecht, § 11 Rn. 17).

Demzufolge ergibt sich für die Berechnung in Ihrem Fall folgende Formel: Gehalt der letzten 13 Wochen x 13 Urlaubstage dividiert durch 65. Der sich hieraus ergebende Betrag ist der Abgeltungsanspruch, den Ihr Arbeitgeber Ihnen zu zahlen hat.

Zu Frage 3: Wie wird der Entgeltanspruch versteuert?

Die Urlaubsabgeltung ist wie das Arbeitsentgelt zu versteuern. Die Höhe der Urlaubsabgeltung entspricht der Urlaubsvergütung, die der Arbeitnehmer bei fortbestehendem Arbeitsverhältnis erhalten hätte. Die Urlaubsvergütung ist die Fortzahlung der Arbeitsvergütung während des Urlaubs und daher wie das Arbeitsentgelt zu versteuern. Entsprechend sind auch die Sozialversicherungsabgaben abzuführen.

Gern stehe ich bei Unklarheit für eine Nachfrage zur Verfügung.

Mit freundlichem Gruß

Peter Dratwa
Rechtsanwalt


Bewertung des Fragestellers 06.12.2011 | 01:19


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Sehr schnell und sehr kompetent. VIELEN DANK!!!"
FRAGESTELLER 06.12.2011 5/5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 58304 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,6/5,0
Rasche und kompetente Antwort! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
sehr umfassende und hilfreiche ausfuehrungen, vielen dank. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Klare verständliche Antwort - und besonders sehr zeitnah. Danke! ...
FRAGESTELLER