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Urlaubsabgeltung / Mindesturlaubsanspruch


02.01.2017 14:59 |
Preis: 51,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab



Sehr geehrte Damen und Herren,

folgende Frage taucht nach dem Ende des Arbeitsverhältnisses auf:

Ich habe in einer Firma auf Minijob Basis gearbeitet. Es war vereinbart 52,50 Stunden im Monat bei mal 9,75 oder auch 10,5 Stunden am Tag, die Tage sind unregelmäßig verteilt, die Stundenanzahl im Monat war fest

Ich möchte noch Urlaubsabgeltung geltend machen. Meine Firma meint ich habe 51,49 Euro pro Tag. Ich komme allerdings auf 70,00€ wenn ich 1,25 Tage im Durchschnitt pro Woche.

Ich habe 6 Tage Urlaub bekommen im Jahr.

Multipliziere ich das jedoch mit 51,49 dann komm ich nocht auf einen 4 Wochenverdienst. 4 Wochen Mindesturlaub wären 5 Tage = nur dann 257,45 €

Da ich vorher lange krank war und auch sonst keine Stundenzettel mehr habe, kann ich das nicht nachhalten!!! Die wollen die Zettel auch nicht herausgeben.

Die Frage: Wie hoch ist mein Tagessatz, wie wird der berechnet und wie hoch ist mein Mindesturlaubsanspruch, kurz, wie wird hier korrekt abgerechnet. Wo ist mein Fehler. Bitte um detailiierte Aufstellung, damit ich das meiner Firma mitteilen kann.

Arbeitsvertrag in schriftlicher Form nicht vorhanden.

Vielen Dank für die Antwort!

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Sehr geehrter Fragesteller,

leider kann man anhand des geschilderten Sachverhalts nicht rechnen. Um eine Berechnung durchführen zu können, müsste ich wissen, welcher Stundenlohn vereinbart gewesen ist.

Ohne Kenntnis des Lohns kann man die Höhe der Urlaubsabgeltung nicht berechnen.

Bitte teilen Sie mir kurz den Stundenlohn mit. Sodann komme ich auf die Sache zurück.

Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 02.01.2017 | 16:28

Das habe ich vergessen, wie dumm, einmal nachfragen verschenkt, 8,75 €!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.01.2017 | 17:00

Sehr geehrter Fragesteller,

zur Sache nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Da Ihre Anfrage erst durch die Beantwortung meiner Nachfrage bearbeitbar geworden ist, können Sie mir, sollten Sie eine Nachfrage im Sinne der allgemeinen Geschäftsbedingungen dieser Plattform haben, diese Nachfrage per E-Mail schicken. Damit haben Sie die Nachfragemöglichkeit nicht verloren.


2.

Bei der Berechnung der Urlaubsabgeltung ist zunächst zu ermitteln, wie hoch der Lohn im Kalendervierteljahr ist.

Sie arbeiten 52,50 Stunden monatlich und verdienen pro Stunde 8,75 €. Das ergibt ein Monatseinkommen von 459,38 €. Multipliziert man das Monatseinkommen mit drei Monaten, errechnen sich pro Quartal 1.378,14 €.

Nun muss man auf die Woche zurückrechnen, um das Einkommen pro Woche zu ermitteln. Das Quartal hat 13 Wochen, so dass der Lohn, den Sie im Quartal erzielt haben (1.378,14 €) durch 13 geteilt werden muss. Das ergibt einen Quotienten von 106,01 € pro Woche. Nun hat man Ihr Wocheneinkommen. Das Einkommen pro Tag ermittelt man, indem man das Wocheneinkommen von 106,01 € durch fünf Arbeitstage teilt. Damit ergibt sich ein durchschnittliches tägliches Einkommen von 21,20 €.


3.

Der Mindesturlaub beträgt nach dem Bundesurlaubsgesetz (§ 3 BUrlG) bis 24 Werktage. Sechs Tage Urlaub haben Sie bereits genommen, so dass noch ein restlicher Urlaub von 18 Tagen verbleibt. Diese 18 Tage sind abzugelten. D.h., der Tageslohn von 21,90 € ist mit 18 Tagen zu multiplizieren, so dass sich ein Produkt von 381,60 € errechnet.

Dieser Betrag ist Ihre Urlaubsabgeltung.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

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