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Urlaub bei Minijobber mit unregelmäßigen Arbeitszeiten


| 31.01.2016 21:12 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alexander Park, LL.B.



Hallo,

ich habe einen Arbeitsvertrag als Minijobber in einem Verlag. Für 52 Arbeitsstunden im Monat erhalte ich ein Bruttomonatsgehalt von 442 Euro, die Basis ist also der Mindestlohn.

Der Jahresurlaub beträgt 24 Tage, die Berechnung erfolgt entsprechend anteilig (in meinem Fall sind es also 12 Tage im Jahr).

Ich habe keine festgelegten Arbeitstage, da unser Vorgesetzter den Dienstplan jeden Monat neu schreibt. Es kann also passieren, dass ich eine Woche überhaupt nicht arbeiten muss, in der nächsten Woche dafür an vier Tagen, in der darauffolgenden Woche an zwei Tagen, etc. Wichtig ist nur, dass ich am Ende eines Monats 52 Stunden gearbeitet habe.

Mein Vorgesetzter hat nun vorgeschlagen, dass, wer eine ganze Woche nicht arbeitet, weil es im Dienstplan so eingeteilt wurde, Urlaubstage für eine Woche Urlaub abrechnen soll. Ist das erlaubt? Hinzu kommt, dass ich erfahren habe, dass mir bereits drei Urlaubstage abgerechnet wurden, obwohl ich diesen "Urlaub" nie beantragt habe. Ist das rechtens?

Wie wird Urlaub bei Minijobbern überhaupt berechnet, die unregelmäßige Arbeitszeiten haben? Wenn ich beispielsweise 7 Tage Urlaub nehmen möchte - wie viele Urlaubstage muss ich einsetzen? Die Personalabteilung, die ich zu diesem Problem konsultierte, erklärte mir in einer E-Mail, dass sich der Urlaub anhand der Anzahl der Einsätze in einem Monat berechnet: Wenn ich also 7 Tage Urlaub nehmen wollte und in dieser Zeit aufgrund des Dienstplans zwei Einsätze gehabt hätte, müsste ich zwei Urlaubstage abrechnen. Wenn ich laut Dienstplan fünf Einsätze hätte, müsste ich demzufolge fünf Tage abrechnen. Das kann doch unmöglich korrekt sein? Es gibt doch sicher eine objektive Grundlage zur Berechnung der Urlaubstage, die nicht so willkürlich ist?

Vielen Dank für Ihre Antwort!

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen nach erster summarischer Prüfung der Rechtslage beantworten:

Grundsätzlich gelten auch für Minijober die gleichen Bedingungen, wie für Vollzeitbeschäftigte. Minijober dürfen aus Para. 4 TzBfG nicht wegen Ihrer Teilzeit schlechter behandelt werden.

Daher ist zur Berechnung Ihrer wöchentlichen Arbeitstage Stundenzahl maßgeblich. Bei einer 5-Tage-Woche wird man in der Regel von 8h täglicher Arbeitszeit ausgehen können.

Dies wäre auf Ihre durchschnittliche Woche herunter zu brechen.

Da abgefangene Tage aufzurunden sind, ist davon auszugehen, dass Sie durchschnittlich zwei Wochenarbeitstage haben. Um eine Woche frei zu nehmen, bedarf es also zwei Urlaubstage.

Hier berechneen sich die zu verwendenden Urlaubstage auch nicht jeden Monat aufs neue, sondern orientieren sich am Durchschnitt.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 31.01.2016 | 22:22

Vielen Dank für Ihre Antwort. Ist es nicht auch so, dass die Urlaubstage im Durchschnitt so berechnet werden müssen, dass insgesamt 4 Wochen Urlaub im Jahr herauskommt? Ein Vollzeitmitarbeiter hat mindestens 24 Tage bzw. 4 Wochen Urlaub im Jahr. Muss genau dasselbe nicht auch für Minijobber/Teilzeitler gelten wegen dem Gleichbehandlungsgrundsatz? Mir geht es dabei um die 4 Wochen - diese müssen doch gewährleistet werden?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 31.01.2016 | 22:30

Gerne beantworte ich auch Ihre Nachfrage.

Die 24 Urlaubstage beziehen sich auf eine 6-Tage-Woche, Sie arbeiten im Durchschnitt eine 2-Tage-Woche, können also nur anteilig Urlaub geltend machen.

Anspruch auf den ganzen gesetzlichen Mindesturlaub ergibt sich aus dem Gleichbehandlungsgrundsatz nicht. Dieser kann sich immer nur an den gearbeiteten Tagen orientieren.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 31.01.2016 | 23:32


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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 31.01.2016 2,8/5.0
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