Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
460.132
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten

Urkunden-fälschung


| 27.11.2008 15:29 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht



Sehr geehrter Herr Anwalt,
ich habe vor, na ich will mal sagen ca. zwei Jahren eine Urkunde zum Sanitäter gefälscht, dieses vergehen bereitet mir unheimliches Kopfzerbrechen und tut mir auch zu tiefst leid, da ich sowas noch nie gemacht habe und dieses Vergehen aus totaler Verzweiflung heraus geschehen ist...Nu habe ich mich bei einem neuen Arbeitgeber mit diesen Unterlagen beworben, habe auch eine Zusage bekommen, doch ich habe angst, dass es herauskommen könnte, ich meinen neuen Job, der sehr wichtig für mich ist verliere und eine hohe Strafe bzw. eine Haftstrafe bekommen könnte...Welche Ausmaße könnte mein Vergehen erlangen?
Ich bereue es nämlich zu tiefst, denn es kam aus Verzweiflung.

Vielen lieben Dank im Voraus!
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand ihres Einsatzes und der gegebenen Informationen wie folgt beantworte:

Dass Sie sich mittels eines gefälschten Zeugnisses eine Sanitäterstelle erschlichen haben, erfüllt zum einen den Tatbestand der Urkundenfälschung (§ 267 Strafgesetzbuch) sowie den Tatbestand des Betruges (§ 263).
Hierfür droht das Gesetz eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe an.
Wie hoch die Strafe in Ihrem Falle voraussichtlich ausfallen würde, ist im Rahmen einer ersten Einschätzung ohne Kenntnis der näheren Umstände kaum zu beurteilen. Für Sie spricht selbstverständlich, dass Sie bisher noch nie straffällig waren, allerdings dürfte gerade in Ihrem Arbeitsbereich, der die Gesundheit anderer Menschen betrifft, schwer wiegen, dass Sie über Ihre Qualifikation getäuscht haben und eigentlich gar nicht als Sanitäter arbeiten dürften.
Bei Ersttätern wird eine etwaige Haftstrafe meist zur Bewährung ausgesetzt, so dass selbst im schlimmsten Fall nicht davon auszugehen wäre, dass Sie ins Gefängnis müssen. Auch eine Geldstrafe ist aber nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.

Hinzu kommt, dass Sie mit dem Verlust Ihres Jobs rechnen müssen. Ihre Schilderung verstehe ich dahingehend, dass die Zusage bereits vorliegt, die Stelle aber noch nicht angetreten wurde und somit auch noch kein Geld ausgezahlt wurde. Andernfalls könnte Ihnen sogar die Rückforderung der Bezahlung drohen.

Dies klingt alles sehr schlimm, Ihre Tat weiterhin geheimhalten sollten Sie allerdings auf gar keinen Fall, da Sie Ihre Lage nur noch verschlimmern, je länger Sie diesen Betrug aufrechterhalten.
Ich bedaure, Ihnen keine positivere Auskunft geben zu können.

Mit freundlichen Grüßen
Linda Möllney

Nachfrage vom Fragesteller 27.11.2008 | 18:26

danke für Ihre schnelle antwort...wenn jetzt schlimmstenfalls eine Geldstrafe auf mich zukäme,wie hoch würde die denn ausfallen und wäre ich vorbestraft???
Ich habe ja nur die Prüfung zum sanitäter nicht bestanden, alle vorangegangenen Zeugnisse habe ich ja bestanden.
Vielen dank nochmal...

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.11.2008 | 09:20

Sehr geehrter Fragesteller,

rein theoretisch kann eine Geldstrafe zwischen fünf und dreihundertsechzig Tagessätzen liegen, wobei der Tagessatz nach dem durchschnittlichen Nettoeinkommen des Täters bestimmt wird. Hierzu zählen Einkünfte jeglicher Art, also z.B. auch Unterhalts- oder Sachbezüge.
Vorbestraft im umgangssprachlichen Sinne wäre Sie nur dann, wenn eine Geldstrafe von mindestens 91 Tagessätzen oder eine Freiheitsstrafe von mehr als 3 Monaten verhängt würde. Alles, was darunter liegt, wird zwar im Bundeszentralregister eingetragen, aber nicht in das Führungszeugnis. Solange das Führungszeugnis "sauber" ist, dürfen Sie sich als "nicht vorbestraft" bezeichnen.

Sollten Sie die Tat von sich aus anzeigen und Reue zeigen, wäre es also durchaus denkbar, dass Sie nochmal mit einem blauen Auge davonkommen.

Mit freundlichen Grüßen
Linda Möllney

Bewertung des Fragestellers 27.11.2008 | 18:46


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"die Bewertung fällt meinerseits sehr positiv aus...gar keine Frage, sehr zu empfehlen!"
FRAGESTELLER 27.11.2008 4,6/5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 55704 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,6/5,0
Die Antwort kam schnell, war kurz und klar. ...
FRAGESTELLER
4,8/5,0
Sehr schnelle und detaillierte Antwort. ...
FRAGESTELLER
4,6/5,0
Danke, genau was ich wissen wollte. ...
FRAGESTELLER