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Urheberrecht (c) bei Musik-CD`s


06.10.2004 15:43 |
Preis: ***,00 € |

Urheberrecht, Markenrecht, Patentrecht



Ich schreibe seit einigen Jahren Gedichte und beabsichtige, diese auf DVD bzw. CD zu sprechen.
Nun möchte ich zur Untermalung ein wenig Hintergrundmusik mit aufzunehmen und zwar sowohl Klassik, als auch neuere Musik.

Da ich momentan diese DVD`s bzw. CD`s nicht verkaufen, sondern erst nur im Bekanntenkreis veröffentlichen möchte, stellt sich mir folgende Frage:

Mache ich mich einer Verletzung des Urheberrechtes strafbar, da ja auf allen CD`s immer ein (c) vermerkt ist.

Ich danke Ihnen schon jetzt für eine Antwort.
Sehr geehrter Musik-Fragesteller!

Ich setze voraus, dass Sie sämtliche Urheber- und Verwertungsrechte an den von Ihnen geschriebenen und gesprochenen Gedichten haben. Ferner gehe ich davon aus, dass Sie (noch) keine Rechte an der Hintergrundmusik haben.

Wenn Sie nun die Hintergrundmusik auf Ihren selbst hergestellten Medien verwenden, haben Sie zunächst die Werke der anderen Urheber vervielfältigt. Sie können Sich meines Erachtens auch nicht lange auf das Recht der so genannten Privatkopie, § 53 UrhG, berufen. Hiernach dürfen Sie einzelne Stücke (bis 7 Exemplare als Richtlinie) zum privaten Gebrauch und sonstigen eigenen Gebrauch vervielfältigen.

Es gibt bzw. gab Stimmen, die Ihre avisierte Form der Benutzung von Musikwerken als Hintergrund als zulässige Verwendung als Beiwerk im Sinne von § 57 UrhG einstufen. Diese Auffassung entspricht allerdings nicht der herrschenden Meinung. Weder liegt eine freie Benutzung vor, noch ist ein Fall des zulässigen Zitierens gegeben.

Es besteht natürlich auch die Gefahr, dass Ihre Freunde/Bekannte die von Ihnen hergestellten Medien weitergegeben werden und auf diese Art die Verwertungsgesellschaften von der unlizenzierten Musik auf Ihren Medien Kenntnis erlangen.

Sie sollten deshalb gleich bei den Musikverlagen die Rechte zum Gebrauch der entsprechenden Musik auf Ihren Medien einholen. Gemäß § 61 UrhG haben Sie als Tonträgerhersteller ggf. ein Recht auf Einräumung einer Lizenz, falls nicht die GEMA diese rechte wahrnimmt. Vielleicht haben Sie auf diesem Weg das Glück, dass der eine oder andere Verlag von Ihrem neuen Werk derart begeistert ist und Ihr Werk auch verlegen möchte. Ansonsten können Sie alternativ nach Musikern suchen, die speziell für Ihr Werk Musik bereitstellen. Andere Möglichkeit: Gründen Sie einfach einen eigenen Musikverlag und melden alles bei der GEMA an!


Viel Erfolg und wie immer,


Dennis Sevriens
Rechtsanwalt

Kanzlei SEVRIENS
Bergmannstraße 12
10961 Berlin

Tel: +49 30 6120 3616
Fax: +49 30 6120 3626

Web: www.sevriens.net
Weblog: info.dpms.name
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