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Untermieter Wohngemeinschaft


06.12.2008 19:13 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Habe seit 3 Monaten eine Untermieterin, die drei Wochen nach Einzug mit ihren erwachsenenen Kindern (2-3) und ständigem Besuch (2-8 Personen) in 3 von mir an sie untervermieteten Zimmern in meiner Wohnung (WG) wohnt. Basis: unbefristeter Formularuntermietvertrag unbegrenzt und ohne Begrenzung der Personenanzahl, weil bei mündlichen Vorgesprächen nie die Rede von der ständigen Nutzung der untervermietetern Zimmern durch mehr als 1 Person war. Die Miete wird verspätet und nur teilweise bezahlt, anfallende Telefonkosten überhaupt nicht. Zur Schadensbe-
grenzung habe ich sowohl meine Telefone als auch das Internet sperren lassen (Telecom). Mein privates Wohnzimmer wurde durch die Veranstaltung einer Geburtstagsparty teilweise ausgeräumt,
mein Teppich (30 qm) zusammengerollt in den Flur gelegt, meine Bilder (2) von den Wänden abgehängt und (10) andere Bilder aufgehängt (20 dicke Nägel in die Wand geschlagen). Nur auf meine Bitte hin wurde nach drei Tagen mein Wohnzimmer wieder in den alten Zustand zurückversetzt. Werde durch eine der Töchter ständig angepöbelt (wegen des Wohnzimmers) und beleidigt, alle kiffen ständig, das Untermietverhältnis ist für mich eine starke nervliche Belastung, die sich durch Gallenkolliken auswirkt und mich
nur noch eingeschränkt arbeitsfähig sein läßt (bin selbständig tätig)Wie werde ich diese Untermieter so schnell wie möglich los ?

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Sehr geehrte Ratsuchende,

hier sollten Sie zunächst das von Ihnen geschilderte Verhalten schriftlich abmahnen und darauf hinweisen, dass bei einem Wiederholungsfall das Mietverhältnis fristlos gekündigt wird.

Denn Sie müssen weder die ständige unpünktlich oder unvollständige Mietzahlung hinnehmen. Auch gilt dieses für die ständige Überbelegung und Beleidigungen, sowie der nicht genehmigten Nutzung Ihres Wohnzimmers.

Bei einem Verstoß könnten Sie dann fristlos kündigen. Aber die Abmahnung wird erforderlich sein.


Daneben können Sie die Kündigung des Vertrages zusätzlich in diesem Schreiben schriftlich aussprechen.

Da nur ein Teil der Wohnung untervermietet worden ist, brauchen Sie keinen Grund angeben (KG Berlin, RE WM 1981, 154), wobei sich dann aber die Kündigungsfrist um drei Monate verlängert. Wollen Sie diese Verlängerung nicht, müssten sie ein berechtigtes Interesse als Grund nachweisen.

Möglich wäre auch ein Aufhebungsvertrag, um die Mieter damit schnell loszuwerden. Dazu brauchen Sie aber eben die Mieterzustimmung, so dass Sie sicherlich Zugeständnisse machen müssten.


Da die Mieter hier offenbar "mit allen Wassern gewaschen" und Sie schon gesundheitlich angeschlagen sind, würde ich dazu raten, alle weiteren, oben genannten Schritte durch einen Kollegen vor Ort einleiten zu lassen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
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