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Untermiete und Nötigung


14.12.2014 12:40 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jürgen Nelsen


Zusammenfassung: Wird in einem Untermietverhältnis der Untermieter durch strafrechtlich relevantes Verhalten wie Bedrohung, Nötigung oder sexuelle Übergriffe gezwungen, die Mieträume zu verlassen, so steht im eine fristlose Kündigung zu und die Mietzahlungspflicht entfällt.


also ich bin 19 Jahre alt und es geht halt um Mietrecht mein Mitbewohner hat mich raus geekelt so dass sich schon früher als 3 Monate raus bin.
Ich war als erstes in der Wohnung es hieß es kommt eine Frau mit rein dann kam aber ein Mann weil sie keine Frau gefunden haben. Er war 30 und dann fing alles an als ich geduscht habe zum Glück war ich dann angezogen kam er rein da die Dusche bei uns in der Küche war. Er hat mich voll oft angeschriehen einmal hat er sogar gleich die Türe festgehalten damit ich nicht zu machen. Permanent war er laut seine Freundin macht ständig zu Besuch und das ging schon morgens um 5 Uhr los bei denen. Dann bin ich raus weil ich Angst hatte vor ihm mein Vertrag geht noch bis Januar Miete zahle ich auch.
Jetzt will er dass ich Strom Internet und Rundfunk zahlen aber Strom muss er ja nur für sich zahlen nur sein Zimmer muss man warm machen. Ich bin nur azubi und verdiene nicht viel ich habe zurzeit 2 Mieten zu zahlen und er hat mich quasi rausgeekelt und wir jetzt noch Geld. hat er Anspruch auf das Geld? und stimmt das dass ich nur Kaltmiete zahlen muss?

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Ich entnehme Ihrer Darstellung, dass Sie die Wohnung bereits gekündigt haben und nun in Ihrer neuen Wohnung leben.

Gehen wir von einer ordentlichen Kündigung aus (deshalb eine dreimonatige Kündigungsfrist), so müssen Sie grds. die Restmiete bis zum Ende der Laufzeit bezahlen, also bis Ende Januar 2015.

In Ihrem Fall bin ich allerdings der Ansicht, dass Sie auch fristlos kündigen können. Das Anschreien des Mitbewohners sowie der sexuelle Übergriff sind schwerwiegende Verstöße, aufgrund derer Sie nicht gezwungen werden können, an dem Mietvertrag festzuhalten. Ihre Angst vor dem Mitbewohner ist für mich nachvollziehbar.

Ich empfehle, das Mietverhältnis nun auch außerordentlich ab sofort zu kündigen, und die Kündigung heute noch abzugeben (am besten mit einem Zeugen, den Sie mitbringen). Damit müssen Sie wenigstens ab sofort keine Miete oder Nebenkosten mehr bezahlen.

Die Mieten für November und den halben Dezember müssen Sie vor allem dann nicht bezahlen, wenn bereits ein neuer Mieter eingezogen ist (zB seine Freundin), oder wenn Sie – so wie Sie es beschrieben haben – gezwungen wurden, die Wohnung zu verlassen. Im Ergebnis brauchen Sie an den früheren Mitbewohner also nichts mehr zu bezahlen, wenn Sie heute noch kündigen.


Die Kündigung sollte wie folge formuliert werden:



„[Ihr Name]

Hiermit kündige ich das Mietverhältnis betreffend die Wohnung

[genaue Anschrift der Wohnung, sehr genaue Bezeichnung der Wohnung (diese Beschreiung finden Sie im Mietvertrag)]

außerordentlich fristlos zum 14.12.2014.

Eine Fortsetzung des bereits gekündigten Mietverhältnisses ist mir nicht zumutbar, da Sie mich fortgesetzt bedroht und genötigt haben.

Mit freundlichem Gruß

[eigenhändige Unterschrift]"



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 14.12.2014 | 20:23

da das alles jetzt aufwändig wäre zahle ich die Miete noch bis Januar den Rest aber nicht muss sich nur Kaltmiete oder ab wann Miete zahlen da ich nicht mehr da bin in der Wohnung

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.12.2014 | 22:21

Wie lange Sie noch Miete bezahlen müssen hängt davon ab, zu welchem Datum Sie gekündigt haben. Zahlen Sie nur die Kaltmiete, wird Ihr Vermieter ggfs. im Rahmen der Abrechnung der Betriebskosten noch auf Sie zu kommen.

Und denken Sie daran, wenn jemand bereits in Ihre Wohnung eingezogen ist, dann bauchen Sie keine Miete mehr zu bezahlen.

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