Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
455.358
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten

Frag-einen-Anwalt Prime

Schließen

ist ein neuer Service von 123recht.net und Frag-einen-Anwalt.de, damit Sie noch einfacher zu Ihrem Recht kommen. Wir garantieren Ihnen:

  • Schnelles Feedback

    Wir melden uns noch heute bei Ihnen.

  • Kostenlose erste Einschätzung

    Sie erhalten eine kostenlose erste Einschätzung Ihres Problems.

  • Erfahrene Kanzlei

    Wir kennen Theorie und Praxis. In unserer Kanzlei arbeiten Anwälte mit über fünfjähriger Berufserfahrung im Strafrecht.

  • Transparenz

    Vor einer Beauftragung nennen wir Ihnen immer sämtliche Folgekosten. Wir teilen mit, was wir machen werden und bis wann.

  • Bundesweite Mandatsbearbeitung

    Wir helfen Ihnen zu Ihrem Recht, egal wo Sie sitzen, ohne Mehrkosten.

  • Verlässlicher Service

    Sollten Sie uns beauftragen: Wir halten jeden weiteren Termin, den wir Ihnen zusagen.

Schließen

Unterlassene Hilfeleistung (ehrenamtlicher Behindertenfahrdienst)


05.02.2007 14:25 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht



Guten Tag,

ich bin ehrenamtlich im Behindertenfahrdienst tätig und befördere jeden morgen kleine Kinder (zweite Klasse) zur Schule.
Da die Beförderungen zum großen Teil keine Begleiter haben, wir also alleine mit bis zu 5 Kindern unterwegs sind, ist die oberste Premisse, niemals die Kinder unbeaufsichtigt im Auto lassen.

Sollte ich zu einer Unfallstelle eintreffen, bin ich natürlich verpflichtet, aktive, Erste-Hilfe zu leisten. Um jedoch aktiv Hilfe zu leisten, muß ich natürlich den Bus, samt Kinder, verlassen. Da es nur Kinder sind, u.a. auch mit geistiger Behinderung, kann ich nicht sicher sein, ob sie den Bus nicht verlassen oder gar an der Gangschaltung spielen und somit den Wagen unkontrolliert in Bewegung setzen.

Im Gesetzestext § 323c StGB Unterlassene Hilfeleistung, steht
"...insbesondere ohne erhebliche eigene Gefahr und ohne Verletzung anderer wichtiger Pflichten möglich ist, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft. "

Meine Pflicht ist es auf die Kinder aufzupassen aber eben auch aktive Erste-Hilfe zu leisten. Mache ich mich strafbar, wenn als einziger Helfer vor Ort bin, passiv Hilfe einhole, aktiv jedoch nicht tätig werde?


Vielen Dank


Sehr geehrte Fragestellerin,

die Pflicht zur Hilfestellung, wie sie § 323c StGB normiert, geht nur soweit, wie Ihnen dies nach den konkreten Umständen möglich ist. Soweit eine solche Hilfe daher bedeuten würde, dass den Kindern eine Gefahr drohen könnte, ist eine Abwägung der drohenden Gefahren vorzunehmen und ggfs. auch eine nur passive Hilfe, etwa die Alarmierung der Rettungsdienste, ausreichend. Dies kann jedoch immer nur in der konkreten Situation - Verhalten der Kinder, Verkehrsumfeld etc. - entschieden werden.
§ 323c StGB will die Ignoranz verhindern, nicht aber einen Konflikt mit anderen Pflichten erzeugen.

Mit freundlichen Grüßen
Udo Meisen
Rechtsanwalt
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 54756 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Meine Frage wurde, für Laien verständlich, beantwortet. Ich kann Herrn R. Otto weiterempfehlen. ...
5,0/5,0
Daumen Hoch! ...
5,0/5,0
Schnelle Antwort, auch bei der Nachfrage. Diese Auskunft war für mich ausreichend und Aufschlußreich. Danke ...