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Unterlagen Vaterschaft ablehnen


| 18.12.2011 09:24 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von



Hallo zusammen,

ich bin mit meiner Freundin jetzt 2 Jahre zusammen, im März kommt unser gemeinsames Kind.

Sie ist noch verheiratet! Die Scheidung wird voraussichtlich nicht vor dem Geburtstermin durch sein.

Kann mein Kind den Nachnamen von mir erhalten? Muss der Noch-Ehemann meiner Freundin dafür die Vaterschaft aberkennen und gibt es dafür ein fertiges Dokument, das er unterzeichnen muss.

Welche Möglichkeiten gibt es noch? Meine Freundin und ich hätten ungerne seinen Nachnamen für das Kind und ihn auch nicht unbedingt in der Geburtsurkunde stehen.

Zur Vollständigkeit, meine Freundin hat schon drei Kinder von ihrem Noch-Mann, eines davon lebt bei uns.

Vielen Dank für die Bemühungen.


MfG
18.12.2011 | 10:58

Antwort

von


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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts beantworten möchte:

Nach § 1592 Nr. 1 BGB ist rechtlicher Vater eines Kindes grundsätzlich der Mann, der zum Zeitpunkt der Geburt mit der Mutter verheiratet ist.
Dies gilt nach § 1599 Abs. 2 BGB jedoch NICHT, wenn das Kind nach Anhängigkeit eines Scheidungsverfahres geboren wird und ein Dritter spätestens bis zum Ablauf eines Jahres nach der Rechtskraft des dem Scheidungsantrag stattgebenden Urteils anerkennt.
Ein solcher Sacheverhalt liegt nach Ihren Angaben vor. Sie müssen also zunächst die rechtskräftige Scheidung der Ehe Ihrer Freundin abwarten und anschließend innerhalb eines Jahres ein öffentlich beurkundetes Vaterschaftsanerkenntnis abgeben (§ 1597 BGB).Diesem Vaterschaftsanerkenntnis muss der -dann geschiedene- Ehemann Ihrer Freundin zustimmen. Zweckmäßigerweise erfolgen die erforderlichen Erklärungen vor dem Jugendamt.

Wenn das Kind während der Ehe Ihrer Freundin geboren wird, erhält es zunächst den Ehenamen Ihrer Freundin, der auch in die Geburtsurkunde eingetragen wird. Dies lässt sich nicht verhindern.

Es gibt aber eine Möglichkeit, den Nachnamen des Kindes nachträglich zu ändern.
Wenn die elterliche Sorge allein Ihrer Freundin zusteht, könnte Ihre Freundin als Mutter des Kindes durch Erklärung gegenüber dem Standesamt dem Kind den Namen des anderen Elternteils (also Ihren Namen) geben (§ 1617a Abs. 2 BGB). Die Erklärung bedarf der Zustimmung des anderen Elternteils (Ihrer Zustimmung). Die Erklärungen müssen öffentlich beurkundet werden.

Sofern Sie und Ihre Freundin eine gemeinsame Sorge für das Kind begründen, könnte der Name des Kindes binnen drei Monaten nach der Begründung der gemeinsamen Sorge neu bestimmt werden (§ 1617 b Abs. 1 BGB).
Eine gemeinsame Sorge können Sie durch übereinstimmende Soregeerklärungen (§ 1626 a BGB)erlangen, welche öffentlich beurkundet werden müssen (§ 1626 d BGB). Dies ist möglich beim Jugendamt.

Zunächst einmal müssen Sie aber die Geburt des Kindes und die rechtskräftige Scheidung der Ehe Ihrer Freundin abwarten.


Ich hoffe, meine Antwort hat Ihnen weitergeholfen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Reinhard Moosmann

Bewertung des Fragestellers 18.12.2011 | 16:41


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