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Unterhaltszahlung an alleinlebenden 22jährigen Sohn


| 29.12.2008 00:15 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marco Liebmann



Guten Tag,

Ich (Mutter) bin geschieden seit 10 Jahren.
Mein Sohn, wird im Jan. 2009 nun 22 J. alt lebt allein. Er hat nach seinem Abitur Zivildienst geleistet und überbrückt durch Jobs zurzeit sein Dasein bis zur Aufnahme einer bereits zugesicherten Ausbildung, welche im August 2009 beginnt.

Nun haben wir es bisher gehandhabt, dass mein Exmann und ich ihm jeweils 120-200 Euro mtl. gaben, zzgl. Kindergeld 150 sowie seinen eigenen mtl. Einküfnten 300 - 400 Euro kam er somit auf ca. 700 Euro mtl.

Da er in den letzten Monaten jedoch um die 900 Euro zuverdiente frage ich mich jetzt, wie es rein rechtlich aussieht. Ich scheue mich keineswegs weiterhin zu zahlen, im Gegenteil! Können Sie mir sagen, wieviel Unterhalt Eltern zahlen MÜSSEN? Ich muss dazu sagen, dass mein Exmann als auch ich als Höchstverdiener gelten.

Mein Sohn ist zurzeit in großer Streitlaune und will mir seit 3 Monaten nicht sagen, was er verdient - pocht aber weiterhin auf Unterhalt. Dieses veranlaßt mich nun, mich um meine Rechte und Pflichen schlau zu machen.
Ich möchte mindestens das zahlen, was ich zahlen MUSS.

Können Sie mir beantworten, wieviel meine Exmann und ich (wir teilen uns meist den zuzuzahlenden Anteil) zahlen müssen?

Danke.
Sehr geehrte Ratsuchende,

ich möchte Ihre Frage auf Grund des dargelegten Sachverhalts und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten:

Ich weise darauf hin, dass dies einer ersten Orientierung über die bestehende Rechtslage dient und ein ggf. persönliches Beratungsgespräch bei einem Anwalt Ihrer Wahl nicht ersetzt.

Das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen kann die rechtliche Beurteilung beeinflussen.

Dies vorangestellt beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Grundsätzlich besteht eine Unterhaltsverpflichtung der Eltern gegenüber dem Kind nur während der Minderjährigkeit, bzw. bei volljährigen unverheirateten Kindern bis zu deren Vollendung des 21. Lebensjahres solange diese noch im Haushalt der Eltern wohnen und sich in der allgemeinen Schulausbildung befinden, sowie bei Ausbildung des Kindes.

Da diese Voraussetzungen derzeit bei Ihnen nicht vorliegen sind Sie als auch Ihr Mann derzeit nicht zur Zahlung des Unterhalts verpflichtet.

Ein volljähriges Kind muss für seinen Lebensunterhalt grundsätzlich selbst aufkommen (BGH 93, 123/27; Karlsruhe NJWE-FER 99, 54).

Da dies sogar für minderjährige Kinder vor Antritt einer Lehrstelle gilt (Düsseldorf FamRZ 00, 442; Brandenburg JAmt 04, 504), gilt dies natürlich erst Recht für volljährige Kinder.

Da Ihr Sohn eine Beschäftigung ausübt, ist davon auszugehen, dass dieser seinen Lebensunterhalt selbst bestreiten kann.

Ihre Unterhaltsverpflichtung lebt erst wieder mit Beginn der Ausbildung Ihres Sohnes auf.

Im Übrigen haben Sie gegen Ihren Sohn einen Auskunftsanspruch nach § 1605 BGB, den Sie ggf. gerichtlich geltend machen können. Dieser ist verpflichtet, Ihnen Auskunft über sein Einkommen und Vermögen zu erteilen.

Ich hoffe ich konnte Ihnen einen ersten Überblick über die bestehende Rechtslage geben und Ihre Fragen zu Ihrer Zufriedenheit beantworten.

Bestehende Unklarheiten beantworte ich Ihnen gern innerhalb der kostenlosen Nachfragefunktion, wobei ich darum bitte, die Vorgaben dieses Forums zu beachten.

Darüber hinausgehende Fragen beantworte ich Ihnen gern im Rahmen einer Mandatserteilung.
Durch eine Mandatserteilung besteht auch die Möglichkeit einer weiterführenden Vertretung.
Die Kommunikation bei größerer Entfernung kann via Email, Post, Fax und Telefon erfolgen und steht einer Mandatsausführung nicht entgegen.


Mit freundlichen Grüßen

Marco Liebmann
Rechtsanwalt
Bewertung des Fragestellers 29.12.2008 | 23:50


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