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Unterhaltspflicht bei Krankheit


07.12.2004 18:06 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Ich ziehe aus, nach 2 Jähriger Beziehung, und 6 Monatiger Ehe. Leide unter Depressionen, kann z.Zt nicht arbeiten, und war wahr deshalb für meinem Mann beschäftigt. Auf Grund meiner Depressionen, und den entstandenen Ehekrise, hat er mich gekündigt. Ist das rechtens? Er behauptet das er (laut Anwalt) 2000 € Unterhalt zahlen muss, und das obwohl er im Durchschnitt mindestens 10.000 € im Monat verdient. Meiner Meinung nach habe ich Anspruch/Recht auf 3/7 seines Einkommens. Immerhin muss ich mir komplett alles kaufen, da ich wegen ihm meinem Haushalt aufgegeben habe. Wir haben keine Kinder. Hoffe so sehr das Sie mir helfen können.

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Sehr geehrte Rechtssuchende,

zunächst einmal vielen Dank für Ihre Fragestellung bei diesem Forum. Ausgehend von Ihrer Sachverhaltsschilderung möchte ich Ihnen wie folgt antworten:

Mangels genauerer Angaben über die Dauer und Art und Weise ihres Arbeitsverhältnisses lässt sich über die Rechtmäßigkeit Ihrer Kündigung nur etwas Allgemeines sagen.
Eine Kündigung eines Arbeitsverhältnisses ist nur dann rechtmäßig, wenn sie zum einen schriftlich und unter Einhaltung von Kündigungsfristen erfolgte. Zum anderen ist eine Kündigung rechtsunwirksam, wenn sie aus Gründen vorgenommen wurde, die außerhalb des Arbeitsverhältnisses liegen, wie z.B. aus den von Ihnen benannten Gründen einer Ehekrise.

Hinsichtlich Ihrer Unterhaltsfrage anlässlich Ihrer Krankheit verstehe ich Ihre Angaben so, dass bei Ihnen die Trennung zumindest schon endgültig feststeht bzw. die Ehe gar schon geschieden ist.

Ist dies der Fall, hat einen solchen Unterhaltsanspruch nur noch derjenige, der sich aus besonderen Gründen nicht oder nicht vollständig selbst finanziell unterhalten kann. Solche Gründe sind zum Beispiel auch eigene Krankheiten oder sonstige Gebrechen.

So ergibt sich aus § 1572 BGB, dass ein geschiedener Ehegatte von dem anderen Unterhalt verlangen kann, solange und soweit von ihm vom Zeitpunkt der Scheidung oder der Beendigung der Ausbildung, Fortbildung oder Umschulung oder des Wegfalls der Voraussetzungen für einen Unterhaltsanspruch wegen Erwerbslosigkeit/Aufstockungsunterhalt an wegen Krankheit oder anderen Gebrechen oder Schwächen seiner körperlichen oder geistigen Kräfte eine Erwerbstätigkeit nicht erwartet werden kann.

Der Anspruch richtet sich nach den sogenannten ehelichen Lebensverhältnissen, also danach, was während der Ehe verlässlich und dauerhaft an Einkünften hereinkam, aber auch was an Ratenzahlungen und Belastungen vom Einkommen abging.
Sind beide Partner berufstätig, so ist als Faustformel 3/7 der Differenz der Einkünfte (nach Abzug von eventuellen Belastungen) zu zahlen.

Hat nur ein Partner Einkommen, so ist 3/7 des Einkommens (nach Abzügen wie oben) bzw. ½ des Einkommens als Unterhalt fällig.

Ich hoffe, Ihnen damit weitergeholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Hanauer
Rechtsanwältin
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