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Unterhaltskürzung


21.02.2007 17:30 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Da ich den von mir gefordeten Unterhalt für meine 2 Kinder (10 und 16 Jahre alt )in Höhe von Euro 475 nicht mehr zahlen konnte suchte ich im Oktober 2006 eine Beratungsstelle der Caritas auf . Dort berechnete man mir, daß ich mit meinem Einkommen von Euro 1275 und einer Mietbelastung von Euro 480 warm nur eine Zahlung von Euro 325 leisten könne . Diese Zahlen teilte ich meiner Ex-Frau mit . 2 Wochen später erhielt ich ein Schreiben der Gegenseite mit der Aufforderung meine Finanzen darzulegen .Auch eine Pfändungsandrohung lag bei.
Darauf schaltete auch ich einen Anwalt ein .Dieser teilte mir mit, daß die Zahlen die ich von der Caritas bekommen habe in etwa korrekt seien und er mit der Gegenpartei,zwecks Klärung, Kontakt aufnehmen würde .Unternommen hat er dann aber wohl nichts , da das nächste was ich bekam eine Pfändungsandrohung vom Fachdienst Jugend und Soziales war .
Mit diesem Schreiben suchte ich meinen Anwalt auf ,wurde aber an der Tür über Gegensprechanlage abgewiesen . Selbst eine Terminzusage bekam ich nicht. Da die Sache mit der Pfändung aber akut war ,suchte ich in meiner Verzweiflung einen zweiten Anwalt auf . Diesen unterrichtete ich über meine Lage und er sagte mir zu behilflich zu sein . Auch er meinte man müsse schnell handeln . Nach 3 Wochen und mehreren Telefonaten bekam ich ein Schreiben ,daß er bereit sei mich in dieser wichtigen Angelegenheit zu vertreten. Nach weiteren 3 Wochen hat er dann festgestellt daß ich ja Prozesskostenhilfe bekomme und das Mandat noch der erste Anwalt hat (er wurde im ersten Gespräch von mir darüber informiert!).Mittlerweile sind fast 2 Monate vergangen , mein Konto wurde gepfändet aber kein Anwalt unternimmt etwas .
Was kann ich weiter tun?
Und wer kann mir sagen wieviel ich denn jetzt eigentlich zahlen muß?Alle Berechnungen zum Unterhalt wurden von der Gegenpartei im Trennungsjahr ausgeführt .
21.02.2007 | 18:45

Antwort

von


172 Bewertungen
Sehr geehrter Fragesteller,

zunächst sollten Sie hinsichtlich der Mandatserteilungen klare Verhältnisse schaffen. Sie sollten sich entscheiden, wer Sie vertreten soll und dem/den anderen Anwalt/Anwälten das Mandat kündigen. Es ist dringend erforderlich, dass Sie sich einen kompetenten, auf Familienrecht spezialisierten Anwalt vor Ort suchen, der die nötigen Schritte für Sie einleiten kann.

Offensichtlich gibt es einen vollstreckbaren Titel über den Kindesunterhalt. Ein solcher Titel ist solange gültig, bis er durch ein gerichtliches Abänderungsverfahren geändert wird!!!
Dies ist nicht rückwirkend möglich, so dass der bisherige Unterhalt weiter geschuldet ist, bis ein Abänderungsverfahren durch Ihren Anwalt eingeleitet wird, selbst wenn sich rechnerisch eigentlich nach aktuellem Stand ein geringerer Unterhaltsbetrag ergeben würde.

Ob sich nach neuen Berechnungen tatsächlich ein geringerer Unterhaltsbetrag ergibt, kann nur ein Anwalt vor Ort nach Prüfung aller Unterlagen feststellen.

Es gelten jedoch folgende Eckdaten:

Soweit der Unterhaltsbetrag für die Kinder im Jahr der Trennung berechnet wurde und soweit Sie damals noch in einer niedrigeren Steuerklasse (meist Kl.3) eingestuft waren, hatten Sie damals möglicherweise ein höheres Nettoeinkommen. Bei einer Neuberechnung müßte Ihr aktuelles Nettoeinkommen angesetzt werden.

Die Düsseldorfer Tabelle zur Berechung des Kindesunterhalts sieht einen Selbstbehalt für den erwerbstätigen Unterhaltsschuldner in Höhe von 890,00 Euro vor. Dieser Betrag muss Ihnen verbleiben. Darin ist eine Warmmiete von 360,00 Euro enthalten. Eine höhere Miete kann nur berücksichtigt werden, wenn dies nicht vermeidbar ist.

Soweit Ihr Konto nun gepfändet ist, umfasst dies auch den Anteil an Ihren Arbeitseinkommen, der eigentlich unpfändbar ist.
Deshalb sollten Sie als Sofortmaßnahme bei Ihrem zuständigen Amtsgericht einen Antrag stellen, wonach von der Kontenpfändung derjenige Betrag ausgenommen wird, der dem unpfändbaren Teil des Arbeitseinkommens entspricht. Diesen Antrag können Sie notfalls auch ohne Anwalt beim zuständigen Rechtspfleger selbst stellen.
Für die weiteren Schritte empfehle ich Ihnen jedoch dringend eine anwaltliche Vertretung vor Ort.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste Orientierung geben.

Mit freundlichen Grüßen

Karin Plewe
Rechtsanwältin


Rechtsanwältin Karin Plewe
Fachanwältin für Familienrecht

Nachfrage vom Fragesteller 22.02.2007 | 00:06

Ist ja toll !!!! Mein Anwalt unternimmt nichts ,kassiert sein Honorar und ich kann ,obwohl ich mich wegen der Unterhaltskürzung an ihn gewendet habe trotzdem zahlen .
Der zweite Anwalt der auch nichts unternommen hat wird mir wohl auch eine Rechnung stellen .
Habe ich irgendwelche Möglichkeiten dagegen vor zu gehen ?
PKZ kann ich ja auch nur einmal beantragen .
Oder gibt es auch da einen anderen Weg ?
Vielen Dank schon mal für Ihre schnelle Antwort .

Ergänzung vom Anwalt 22.02.2007 | 07:53

Sehr geehrter Fragesteller,

sofern ein Anwalt einen Fehler macht, haftet er für eventuelle Schäden, die daraus entstehen. Ob dies in Ihrem Fall vorliegt, kann nur anhand aller Unterlagen und Informationen geprüft werden.

Mit freundlichen Grüßen

Karin Plewe
Rechtsanwältin
ANTWORT VON

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