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Unterhaltseinstellung: Vorlage der Immatrikulationsbescheinigung verweigert


16.06.2017 16:44 |
Preis: 55,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Sehr geehrte Damen und Herren,
zur Überprüfung, ob mein Sohn noch studiert, habe ich nun bereits das zweite Mal von ihm eine aktuelle Immatrikulationsbescheinigung zur Vorlage verlangt (mit Mail vom 28.5.17: Immatrikulationsbescheinigung im Original und auf dem Postweg, Fristsetzung: 15.06.2017). Die Aufforderung blieb bis dato unbeantwortet / keine Zusendung der Immatrikulationsbescheinigung.

In seiner Mail vom 26.5.17 (Antwort auf meine erste Mail vom 16.5.17) verweigert mein Sohn die Zusendung im Original. Er ist lediglich bereit die Immatrikulationsbescheinigung als Fotoanhang per Mail zuzusenden. Dies reicht mir allerdings nicht, da das Vertrauensverhältnis stark zerrüttet ist und ich gerne das Original zwecks sicherer Überprüfung der Einschreibung an der Hochschule hätte.

Meine Fragen:

1. Darf ich auf Grundlage der Nichtzusendung der aktuellen Immatrikulationsbescheinigung die Unterhaltszahlung einstellen / ggf. verringern?
2. Falls ja: ab wann?
3. Bin ich berechtigt mir auch seine Studienleistungen (Scheine) vorlegen zu lassen, um mir ein Bild über seinen Studienfortschritt / aktuellen Stand machen zu können? Ich habe starke Zweifel daran, dass mein Sohn seinem Studium zielstrebig nachgeht.
4. Falls ja und er mir die Vorlage der Scheine verweigert: habe ich das Recht die Unterhaltszahlung einzustellen / ggf. zu verringern?
16.06.2017 | 17:13

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,



Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:


1. Darf ich auf Grundlage der Nichtzusendung der aktuellen Immatrikulationsbescheinigung die Unterhaltszahlung einstellen / ggf. verringern?

Wenn Sie bisher keine Kopie erhalten haben, können Sie von Ihrem Zurückbehaltungsrecht Gebrauch machen, also den Unterhalt vorerst zurückhalten, bis Sie zumindest eine Kopie bekommen. Die Übersendung eines Originals können Sie nach meinem Dafürhalten nicht verlangen, weil Ihr Sohn ein berichtigtes Interesse daran haben dürfte, das Oroginal für eigene Zwecke zu behalten. Wenn Sie Bedenken haben, dass Sie eine Fälschung erhalten, können Sie eine notariell beglaubigte Kopie anfordern, sollten dann allerdings auch anbieten, die Kosten dafür zu übernehmen.


2. Falls ja: ab wann?

Wenn Sie keine Nachweise erhalten, können Sie ab Verzug (bis zum Zugang der Nachweise) den Unterhalt einbehalten, müssen dann aber nachzahlen.


3. Bin ich berechtigt mir auch seine Studienleistungen (Scheine) vorlegen zu lassen, um mir ein Bild über seinen Studienfortschritt / aktuellen Stand machen zu können? Ich habe starke Zweifel daran, dass mein Sohn seinem Studium zielstrebig nachgeht.

Ja, nach der Rechtsprechung müssen Sie den Studienfortschritt überprüfen können, um feststellen zu können, ob das Studium mit der notwendigen Ernsthaftigkeit betrieben wird.


4. Falls ja und er mir die Vorlage der Scheine verweigert: habe ich das Recht die Unterhaltszahlung einzustellen / ggf. zu verringern?

Ja, hier gilt dasselbe wie bezüglich der Immatrikulationsbescheinigung: Es besteht ein Zurückbahltungsrecht, bis die Unterlagen vorgelegt werden.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.



Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-
-Fachanwältin für Familienrecht-


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