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Unterhalt für mein Kind


19.12.2008 09:40 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Lars Liedtke



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich hätte gerne den Unterhalt für mein Kind genau berechnet.

Mein Kind wird im Januar 2009 6 Jahre alt.Laut Jugendamt muss ich ab Jan.2009 249,00€ mtl. Unterhalt bezahlen.Anzumerken sei, dass ich einen wöchentlichen, regelmäßigen Umgang mit meinen Kind pflege und Schuhe bzw.Kleidung oftmals auch von mir bezahlt wird.

Mein Nettoeinkommen beträgt 1700,-€. Meine monatl. Ausgaben:

800,-€ Darlehen für Eigentumswohnung
185,-€ Wohngeld für Eigentumswohnung
30,-€ Stromabschlag
390,-€ Private Krankenversicherung (bin selbstständig)

Weiter Einnahme versuche ich durch private Verkäufe mittels ebay zu erzielen um über die Runden zu kommen.

Wie wird anhand den Angaben der Unterhalt berechnet? Kann die vom Jugendamt berechnete Höhe geändert werden? Muss ich überhaupt anhand den Angaben Unterhalt bezahlen?Kann man sich mit der Mutter auf einen niedrigeren Betrag einigen?


Ihr Ratsuchender
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Zunächst möchte ich darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich die Funktion hat, Ihnen einen ersten Überblick über die Rechtslage zu geben. Eine persönliche Beratung/Vertretung kann und soll hierdurch nicht ersetzt werden. Hinzufügen oder Weglassen wesentlicher Tatsachen kann zu einer anderen Beurteilung des Falles führen. Unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsangaben und des von Ihnen gebotenen Einsatzes beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Nach der aktuellen Düsseldorfer Tabelle beträgt der Unterhalt für ein 6-jähriges Kind bei Ihrem Nettoeinkommen 262 €, wobei das hälftige Kindergeld bereits angerechnet ist. Ihr notwendiger Selbstbehalt beträgt 900 €. In diesem Selbstbehalt finden angemessene Wohnkosten und Wohnnebenkosten bereits Berücksichtigung. Nach Abzug Ihres Krankenversicherungsbeitrags (1.700 - 900 - 390) verbleibt ein einzusetzendes Einkommen von 410 €. Inwieweit und unter welchen Umständen ein Darlehen für eine Eigentumswohnung angerechnet werden, ist höchst streitig, da ja angemessene Wohnkosten bereits im Freibetrag berücksichtigt sind.

Aufgrund der mir bekannten Sachverhaltsangaben komme ich daher zu dem Ergebnis, dass die Größenordnung des vom Jugendamt ausgerechneten Betrages nicht überhöht ist. Der Umstand, dass Sie auch mal Kleidung u.ä. für Ihr Kind kaufen, spielt grds. keine Rolle, da das Gesetz bei getrennt lebenden Elternteilen vorsieht, dass der Elternteil, bei dem das Kind wohnt, Naturalunterhalt leistet (also für Nahrung, Kleidung u.a. sorgt), während der andere Elternteil nur Barunterhalt leistet.

Sie könnten die Höhe Ihrer Unterhaltsverpflichtung gerichtlich überprüfen lassen, wobei ich jedoch befürchte, dass Sie in einem solchen Verfahren unterliegen würden.

Eine Einigung über einen niedrigeren Unterhalt stellt einen teilweisen Verzicht dar, der nur zulässig ist, wenn er nicht zu Lasten Dritter geht. Dies ist also insbesondere dann unzulässig, wenn der Staat dann hierfür einstandspflichtig würde.

Es tut mir Leid, Ihnen keine positivere Auskunft geben zu können, hoffe jedoch, Ihnen einen ersten Überblick über die Rechtslage gegeben zu haben.
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