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Unterhalt für Sohn in Ausbildung


12.09.2004 17:33 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von



Ich zahle Unterhalt für meinen 17 Jährigen Sohn nach Tabelle.
Nun hat er zum 1.08.2004 eine Ausbildung begonnen. Er verdient ca. 310 Euro Netto.
Bisher musste ich 325 Euro Unterhalt bezahlen.

In wie weit wird die Ausbildungsvergütung in den Unterhalt mit eingerechnet?
Wieviel muß ich nun bezahlen?
Am 25.02.05 wird mein Sohn 18. Wie hoch ist der Unterhalt dann?

Danke
Jörg Schneider
12.09.2004 | 20:15

Antwort

von


162 Bewertungen
Sehr geehrter Rechtssuchender,

das Einkommen des minderjährigen Kindes wird zur Hälfte einbezogen. Dies bedeutet, daß ca. 155 EUR angerechnet werden.

Wird das Kind volljährig wird das bereinigte Einkommen nach Abzug der Ausbildungspauschale von mindestens 50 EUR voll angerechnet.

Sie sollten daher eine Neuberechnung vornehmen lassen und zwar so schnell wie möglich. Je nach dem, wie der Unterhalt vorher festgelegt wurde, müssen Sie sich beeilen.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Wille
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Klaus Wille
Fachanwalt für Familienrecht

Nachfrage vom Fragesteller 15.09.2004 | 21:45

Leider haben Sie die Fragen, die ich gestellt habe, nicht beantwortet.
Deshalb bitte ich nochmal um die richtige Beantwortung der gestellten Fragen:
Wie hoch ist der Unterhalt bei v.g. Bedingungen?
Weiterhin ist die gegebene Antwort von Ihnen mit Sicherheit falsch, da

"Eigene Einkünfte des Kindes (z.B. Ausbildungsvergütung) werden angerechnet. Dazu wird die um den ausbildungsbedingten Mehrbedarf von 85,- EURO gekürzte Ausbildungsvergütung zur Hälfte von dem Bedarf (Tabellensatz) des minderjährigen Kindes abgezogen. Die andere Hälfte dient zur Entlastung des versorgenden Elternteils."


Die Höhe des Unterhaltes und die Netto Ausbildungsvergütung habe ich ihnen gennant.
Deshalb bitte hier um eine Beispielrechnung mit v.g. Zahlen.

Weiterhin gibt es irgendwie die Zahl 135 Euro Anrechnung als Mehrbedarf.

Ich hoffe, jetzt die richtige Antwort von Ihnen zu bekommen.

Wie stehen Sie zu vollkommen falschen Auskünften für 20 Euro?
Ist das rechtlich Korrekt von einem Fachmann vollkommen falsche Auskünfte zu erhalten ?

Für Rückfragen stehe auch ihnen zur Verfügung.

Joergi_01@gmx.de


Danke

Jörg Schneider






Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.09.2004 | 16:30

Sehr geehrter Herr Schneider,

zunächst ist es nicht möglich mit nicht vollkommen genauen Angaben den Unterhalt zu errechnen. Sie haben zwar das Einkommen Ihres Sohnes angegeben, doch nicht Ihr Einkommen. Ohne Ihr Einkommen kann z.B. nicht errechnet werden, ob das Kindergeld Ihnen vollständig, teilweise oder garnicht angerechnet wird. Darüber hinaus haben Sie mit keiner Silbe in Ihrer ersten Frage etwas von einem sog. ausbildungsbedingten Mehrbedarf erwähnt. Hat der Auzubi mehr als 85 EUR an Mehrbedarf, so kann auch mehr abgezogen werden. Dieser muß nachgewiesen werden.

Unterstellen wir, daß das Kind nicht bei Ihnen lebt, sondern bei der Mutter, so ist können wir wie folgt rechnen.

Unterstellen wir, daß ein ausbildungsbedingter Mehrbedarf in Höhe von 85 EUR angefallen ist, so muß dieser von den 310 EUR abgezogen werden. Es verbleibt ein Betrag in Höhe von 310 - 85 = 225 EUR.

Bei Minderjährigen wird das bereinigte Nettoeinkommen je zur Hälfte mit dem Bar- und Naturalunterhalt verrechnet (BGH in: FamRZ 1981, S. 541). Dies beduetet, daß bei Ihrem Beispiel 112, 50 EUR auf den Barunterhalt angerechnet werden kann. Beträgt Ihr Tabellenunterhalt 325 EUR, so werden 112,50 EUR angerechnet. Es verbleibt ein Zahlbetrag in Höhe von 212,50.

Beim Volljährigen mindert hingegen das bereinigte Nettoeinkommen voll den Unterhaltsbedarf, wobei darauf hinzuweisen ist, daß die Mutter ab der Volljährigkeit auch zum Unterhalt für das volljährige Kind verpflichtet sein kann, wenn das Kind nicht im Haushalt lebt. Wie ich schon sagte, fehlen uns die genauen Informtionen.

Daher müssen Sie eine Neuberechnung - durch einen Anwalt - durchführen lassen, der alle Fakten kennt. Es ist z.B. nicht gesagt worden, wie der Unterhalt berechnet wurde? Durch das Jugendamt? Existiert ein Urteil, ein Vergleich, eine Jugendamtsurkunde, die den Unterhalt festlegt? All dies muß beachtet werden. Denn dann muß der Titel scnnellstmöglich abgeändert werden.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Wille
Rechtsanwalt
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Rechtsanwalt Klaus Wille
Breite Straße 147 - 151
50667 Köln
Telefon: 0221/ 272 4745
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anwalt@anwalt-wille.de












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