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Unterhalt für 2 Kinder / Beispielrechnung


22.12.2011 00:26 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Jutta Petry-Berger



Ich würde gerne in Etwa wissen, was ich an Kindsunterhalt zahlen muss und womit ich rechnen muss, wenn ich als Magelfall die in der D-Tabelle aufgeführten Beträge nicht zahlen kann.

Einleitung:
Mann trennt sich von Frau und umgekehrt.
2 Kinder (9 + 12 Jahre alt).
Frau hat höheres Einkommen und verzichtet auf Unterhalt.
Es geht nur um den Kindsunterhalt.


Meine Einnahmen:

# Steuerklasse I
# 1 Kind auf Steuerkarte

+ 1.258.- (Brutto 1.800.-) Hauptjob
+ 400.- (Netto) Minijob
+ ? Weihnachts- u. Urlaubsgeld (13.)
==============================================
1.658.- Netto / M.


Zu verrechnen:

- Altersvorsorge (Riester)pauschal 4%
= 1,592.-

- Fahrtkosten (pauschal 5%)
= 1,512.-

- Versicherungen?
- 72,- € Autokredit
- 115.- € Bafögrückzahlung
= 1,325.-

Zu zahlen lt D.dorfer-Tabelle:

9-Jährige = 383.-
12-Jährige = 448.-
Zusammen = 831.-

Abzüglich 1x Kindergeld - 184.-

Zu zahlen meinerseits: 647,00.-

===================================================

1,658.- Bereinigtes Netto(?)
- 950.- Selbsterhalt
-------------------------------
= 708.- Verteilungsmasse für Kinder ??

====================================================

Von den 950.- Euro müsste ich allerdings noch

490.- Miete
57.- Strom
30.- Telefon
175.- KFZ-Versicherung
150.- Spritgeld für Fahrten zur Arbeit

Nach Abzug dieser Kosten blieben noch 48,- Euro übrig - für den ganzen Monat.

950.-
-902.-
=======
= 48.- Euro


OK, hier scheint einiges falsch berechnet und deshalb sollte es mal ein Jurist überfliegen und seine Meinung kund tun...

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Sehr geehrter Fragesteller,

ich bedanke mich für Ihre online-Anfrage, zu der ich wie folgt Stellung nehme:

Ausgehend von einem durchschnittlichen monatlichen Nettoeinkommen in Höhe von EUR 1.658.- , wobei das Weihnachts- und Urlaubsgeldes mit 1/12 hinzuzurechnen ist - bei der nachfolgenden Berechnung mangels Kenntnis des genauen Betrages allerdings unberücksichtigt blieb, errechnet sich der Kindesunterhalt wie folgt:

Ihr durchschnittliches monatliches Nettoeinkommen: EUR 1.658.-
abzüglich berufsbedingten Aufwand (Pauschal 5 %,wobei nicht zusätzlich pausche Fahrtkosten in Ansatz zu bringen sein werden): EUR 82,90
abzüglich Bafögrückzahlung: EUR 115.-
abzgl. Autokredit: EUR 72,-
Summe: EUR 1.388,10

Gem. Gruppe 1 der Düsseldorfer Tabelle beträgt der Unterhalt für Kind 1 ( 9 Jahre) : EUR 364,-

Gemäß Gruppe 1 der Düsseldorfer Tabelle beträgt der Unterhalt für Kind 2 (12 Jahre) : EUR 426,-

Abzüglich der Hälfte des von der Kindesmutter bezogenen staatlichen Kindergeldes, was unterstellt wird, beträgt der Unterhalt für Kind 1; EUR 272,- und der Unterhalt für Kind 2: EUR 334,-.

Summe Kindesunterhalt: EUR 606,-

Bereinigtes Nettoeinkommen abzgl. Kindesunterhalt = EUR 782,10. - Da der Selbstbehalt in Höhe von EUR 950,- nicht gewahrt ist, werden Sie an Kindesunterhalt insgesamt nur EUR 438,10 zu zahlen haben. Dieser Betrag kann sich aufgrund des zu berücksichtigenden Weihnachts- und Urlaubsgeldes erhöhen. – Weiterhin weise ich darauf hin, dass die Kosten der allgemeinen Lebensführung, z.B. Miete, Strom Telefon etc. keine gesonderte Abzugspositionen darstellen, da diese in dem Selbstbehalt, der dem Verpflichteten als eigener Unterhalt zusteht, bereits berücksichtigt sind. Ebenfalls nicht vom Nettoeinkommen abzuziehen sind die Versicherungsbeiträge für Hausrat, Rechtsschutz, private Haftpflicht oder Unfallversicherungen. Diese Aufwendungen gehören zum allgemeinen Lebensbedarf. Beiträge für eine zusätzliche Altersversorgung sind in der Regel anzuerkennen, wobei im Rahmen des Kindesunterhalts Aufwendungen in Höhe von 4 % grds. hingenommen werden. Allerdings ist es nicht möglich fiktive Altersvorsorgeaufwendungen zu berücksichtigen. Ist der Unterhaltspflichtige wie in Ihrem Fall nicht in der Lage, den Mindestbedarf des Kindes abzudecken, sind im Übrigen zusätzliche Vorsorgeaufwendungen in der Regel abzulehnen.

Ich hoffe, Ihnen eine hilfreiche erste Orientierung gegeben zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
J. Petry-Berger
Rechtsanwältin
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