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Unterhalt f. 17 jährigen Sohn nach Abbruch der Ausbildung


27.12.2004 21:53 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Mein Sohn wird Anfang 2005 volljährig. Nach einem mittelmässigen Abschluss der mittleren Reife im Sommer 2004 hat er erst keine Ausbildungsstelle bekommen, nach meiner Unterstützung konnte er dann im Oktober 2004 ein einwöchiges Praktikum bei einem Bäcker machen. Nach diesem Praktikum hat er die Lehrstelle angenommen. In der Zeit hat er auch ein Vorstellungsgespräch zum Technischen Zeichner haben können, dieses wollte er aber nicht, da er meinte er hätte ja jetzt einen Ausbildungsplatz. Im Dezember 2004 hat er diese wieder geschmissen, da er keine Lust hat so früh morgens aufzustehen (03:40 Uhr). Die Ausbildungsstelle befand sich in unmittelbarer Nähe seines Wohnortes (Fussweg 5 Min). Er hat in der kurzen Ausbildungszeit mehrmals entschuldigt durch Krankmeldung und mehrmals unentschuldigt gefehlt. Die Information, dass er die Ausbildungsstelle beendet hat, habe ich nur durch Zufall erfahren, da ich mich beim Ausbilder erkundigt habe.Da ich das Gefühl habe, dass er sich auf die faule Haut legt, sehe ich nicht mehr ein, weiterhin Unterhalt zu zahlen. Nach dem Gespräch mit der Kindesmutter, die ich informiert habe, wenn er nichts macht, den Unterhalt ab seinem 18. Geburtstag nicht mehr zu zahlen, meinte sie, ich müsste weiter für ihn bezahlen, bis er eine neue Ausbildungsstelle findet. Die Kindesmutter ist auch berufstätig, Höhe des Einkommens ca.1200,-- Euro netto bei 6 Std.(zuzüglich Unterhalt für 2 Kinder und Kindergeld). Mein Einkommen beläuft sich auf 1550,-- Euro netto inkl. Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Mein Nettoeinkommen reduziert sich aber, wenn mein Sohn 18 wird und in keiner Ausbildung ist um ca. 50,-- Euro netto, da mir der Ortszuschlag gekürzt wird. Weiterhin würde ich, wenn der Unterhalt für den volljährigen Sohn wegfällt für den 2. Sohn (13 Jahre) Unterhalt in Höhe von 304,-- Euro leisten.
Meine Fragen:
Wie lange bin ich noch alleine Barunterhaltspflichtig für den bald volljährigen Sohn und in welcher Höhe?
Zu welchen Anstrengungen ist mein Sohn ab seinem 18. Geburtstag verpflichtet, um seinen Lebensunterhalt selber zu bestreiten?
27.12.2004 | 23:01

Antwort

von


298 Bewertungen
Guten Abend,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Für den Unterhalt von volljährigen Kindern gilt zunächst Folgendes:

Der Volljährige hat gegen seine Eltern prinzipiell den Anspruch, eine angemessene Ausbildung zu erhalten (§ 1610 Abs. 2 BGB). Nicht selten gehen die Vorstellung von Eltern oder Kindern, was denn nun eine angemessene Ausbildung sei, weit auseinander. Eine angemessene Ausbildung ist nach BGH (BGH FamRZ 1977, 629 ff., 1998, 671) eine Ausbildung, die

der Begabung
den Fähigkeiten
dem Leistungswillen
und dem beachtenswerten Neigungen
des Kindes entspricht.

Solange Ihr Kind noch nicht volljährig ist, sind Sie jedenfalls zum Unterhalt verpflichtet. Zu beachten ist allerdings, dass eigenes Einkommen des Kindes hier zu berücksichtigen ist.

Ab Volljährigkeit ist so lange Unterhalt zu zahlen, wie eine "angemessene" Ausbildung dauert.

Dies zumindest bis zum 26. Lebensjahr.

Sollten Sie vermuten, dass Ihr Sohn die Ausbildung absichtlich abbricht oder in die Länge zieht, empfehle ich, über einen Anwalt die Abänderung des monatlichen Unterhaltes zu beantragen. Hier wird die neuerliche Rechtsprechung des BGH wohl hilfreich sein.

Allerdings sollte so ein Abänderungsverlangen zuvor genau, an Hand von Fakten und Zahlen geprüft werden.

Über die genaue Höhe Ihrer Unterhaltspflicht kann hier daher keine Auskunft erteilt werden.

Für Nachfragen stehe ich Ihnen jederzeit gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen


Christian Kah
Rechtsanwalt

www.net-rechtsanwalt.de




ANTWORT VON

Naumburg

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